Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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mein Kind, was ich dachte? „„Wie oft habe ich in einer Nacht der Orgie und des Spiels, oder um eine koſtbare Laune zu befriedigen, mehr verſchwendet, als man brauchen würde, um dieſe rauchenden Trümmer in ein lachendes, neugebautes Dorf und ſo in Thrä⸗ nen der Freude das herzzerreißende Schluchzen ſo vieler Unglücklichen zu verwandeln.“ Sagen Sie, mein Kind, welche Segnungen folgten mir! welche reine Genüſſe waren mir vorbehalten, welche ſüße Frinnerung bewahrte ich an dieſe Wohlthat, während mir die Erinnerung an die Urſache meines Ruins nur Bitterkeit, Widerwillen oder Verachtung meiner ſelbſt einflößt! Ah! das iſt Gerechtigkeit, das iſt Gerechtigkeit; die Strafe folgt auf die Schuld. Gibt es eine abſcheulichere, als in den Wind ſchlimmer Leidenſchaften ein Erbe, das Product der väterlichen Arbeiten, zu werfen, ein Erbe, das ſo fruchtbar für uns ſelbſt und für Andere ſein konnte und mußte?“

„Mein Gott!“ rief Maurice, bewegt, beinahe er⸗ ſchrocken über den ſchmerzlichen Ausdruck in den Zügen von Charles Delmare, „Sie leiden, doch Ihre hochherzige Reue adelt wenigſtens Ihre Leiden. Ihr Ruin iſt würdig und ſtolz; unſere Freundſchaft tröſtet Sie vielleicht darin; aber zu welchem Grade von Erniedrigung müſſen die Menſchen herabſinken, von welchen Anfällen von Verzweiflung, von Wuth gegen ſich ſelbſt und gegen die Andern müſſen ſie heimge⸗

ſucht werden, diejenigen, welche nach ihrem Ruine

weder ein erhabenes Gefühl, noch einen wahren Freund bewahren!“

„Für dieſe, Maurice, wird das Leben eine Hölle. Die Bravſten, die am wenigſten Entarteten werden