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„Mein liebes Kind,“ erwiederte Charles Delmare mit einem ſchwermüthigen Lächeln, „Sie ſehen dieſe Portraits von Colonel Thornton und Miß Alicia, Sie ſehen dieſes Schreibenéceſſaire und dort in meinem Schlafzimmer jenes Toilettenéceſſaire von ciſelirtem Golde; fügen Sie dieſes vortreffliche Klavier von Pleyel, dieſe zwei geſtickten Fauteuils, dieſen Teppich von Smyrna und ein paar gering⸗ fügige Gegenſtände bei . . . das iſt Alles, was mir von einem Vermögen von mehr als hunderttauſend Livres Rente bleibt, welches ſo dumm (das iſt das richtige Wort) von mir verſchleudert worden iſt, als es von meinem guten, würdigen Vater ehrenvoll gewonnen war,“ fügte Charles Delmare auf das Portrait des Exmaurers deutend bei. „Geſtehen Sie, es iſt vollkommen lächerlich, um den Preis ſei⸗ nes Ruins das ideale Glück zu bezahlen, zwölf bis fünfzehn Vollblutpferde in ſeinem Stalle gehabt zu haben, abgeſehen von anderen Glücken, welche eben ſo verſtändig und eben ſo ſüß für den Geiſt und das Herz, wie glänzende durch die Orgie zum Stumpfſinne führende Gaſtmahle, wüthende Spielpartien, wo der Gewinn für uns nur wenig iſt und der Verluſt uns raſend macht; unfruchtbare Verſchwendungen, wo möglich noch mehr albern, als eitel! worüber die Erſten, diejenigen, welche Nutzen daraus ziehen, ſpot⸗ ten. Ich bezeichne Ihnen mit zwei Worten das Leben des Verſchwenders: hartnäckige Rivalität im Luxus mit Reicheren als er, blödſinnige Rivalität, immer auf einen niedrigen Ruin, oft auf die Schande, zu⸗ weilen auf einen feigen Selbſtmord auslaufend! — Und die Ueberlebenden ſagen zu einander: „„Sie


