Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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Sie hat hier die erſten Wochen ihrer Trauer mit ihrem Sohne, meinem Vetter Albert, zugebracht, der damals kaum zwonzig Jahre zählte; er war ſchon bezahlter Attaché der Geſandtſchaft von Neapel, da er Neapolitaner vermöge ſeines Vaters geblieben iſt, der einſt Generalconſul dieſer Nation war. Der liebe Albert! Es ſcheint, „„in ſeinem Alter iſt ein ſolches Avancement eine Ausnahme auf der diplomatiſchen Laufbahn,““ ſagte uns dieſer würdige Herr von Morainville, den mein Vater zum Abgeordneten gemacht hat . . . denn mein Vater macht Abgeordnete . . . in ſeinen verlorenen Augenblicken. Vielleicht wiſſen Sie nichts hievon, lieber Meiſter? Es iſt dennoch ſo. Mein Vater ge⸗ nießt ein ſolches Vertrauen in unſerem Arrondiſſe⸗ ment, daß ihn die Wähler immer über die Wahl ihrer Candidaten zu Rathe ziehen. Er hat ſie auch aufgefordert, Herrn von Morainville, Diviſionschef im Miniſterium der auswärtigen Angelegenheiten, zu ernennen. Dieſer Mann, deſſen Einfluß ſich durch die Ernennung verdoppelt hat, iſt ſeitdem, verſichert er (und das iſt viel), meinem Vater bis zum Tode ergeben geblieben.“

„Oder bis zur neuen Wahl; das iſt minder herviſch, aber gewiſſer.“

„Ich bin auch Ihrer Anſicht, lieber Meiſter. Immerhin iſt es aber wahr, daß Herr von Morain⸗ ville bei dem Aufenthalte, den er hier während ſei⸗ ner Wahltunde machte, uns ſagte, man ſehe ſelten ſo junge bezahlte Attachés wie meinen Vetter San Privato. Nun wohl! lieber Meiſter, während ich das Verdienſt meines braven Albert, von dem ich