Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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unbezähmbare Willenszähigkeit, welche die Mono⸗ manien faſt ſicher macht, ihr Ziel zu erreichen; ver⸗ gebens durchwanderte er die Umgegend von Paris, Frankreich, den Sack auf dem Rücken, den Stab in der Hand, von Waſſer und Brod lebend, auf dem Stroh der Schenken ſchlafend, um das mäßige Ein⸗ kommen aus ſeinen letzten Mitteln zu ſchonen, die er als Leibrente angelegt hatte. Dieſe neuen Nach⸗ forſchungen blieben erfolglos. Die Jahre vergingen für Charles Delmare in einer Art von inneren Be⸗ ſchauung, vermöge welcher er ſeine Tochter im Geiſte an Schönheit, Anmuth und Tugend wachſen ſah; und wie Allen denjenigen, welche eine fixe Idee be⸗ ſtändig verfolgt, ſchien ihm die Zeit mit einer ent⸗ ſetzlichen Geſchwindigkeit zu verlaufen.

Eines Tags, ſeit Kurzem nach Paris von einem Ausfluge in ferne Gegenden zurückgekehrt, warf Charles Delmare zufällig einen Blick auf die Colonne der Journale, wo die Sterbefälle der Bewohner von Paris veröffentlicht ſind, und las unter den Adreſſen der kürzlich geſtorbenen Perſonen: Madame Er⸗ neſt Dumirail, ſechsunddreißig Jahre, Rue de Ponthieu, 17. Nach dieſer Adreſſe lau⸗ fen und ſich nach der Tochter der Todten erkundigen, das war der erſte Gedanke von Charles; er erfuhr vom Concierge des Sterbehauſes, die ſelige Madame Erneſt Dumirail habe ſeit einigen Monaten hier ge⸗ wohnt und ſei nur ausgegangen, um ihre ungefähr fünfzehn Jahre alte Tochter, eine Penſionaire in einem in derſelben Straße liegenden Hauſe, zu be⸗ ſuchen; endlich ſei der Oheim des Mädchens, Herr Julien Dumirail, der bei der Stadt Nantua, im