Erſte Ibtheilung. 3
Fortuné Sauval (ein Glied der Familie Jouffroy) war Goldſchmied, doch Goldſchmied in der Art des un⸗ ſterblichen Benvenuto Cellini, — mit anderen Worten, ein großer Künſtler. Unſer junger Mann hatte ein paar Jahre vor der Epoche, wo dieſe Erzählung be⸗ ginnt, ein Bijouterie⸗ und Silberwaarenlager von ſeinem Vater einem Handelsmanne geerbt, der zwar ſehr ſchätzenswerth, aber völlig fremd der wunderbaren, durch die Goldſchmiede der Renaiſſance verherrlichten Kunſt. Fortuné warf auch die vom väterlichen Magazine her⸗ rührenden Gegenſtände in den Tiegel, ſchloß den Laden, und zog ſich mit ſeinen Gold⸗ und Silberſtangen, ſo⸗ wie mit den Edelſteinen, die er aus den zum Schmelzen verurtheilten Juwelen genommen, in ein wenig beſuchtes Quartier zurück, um, wie er ſagte, mit Muße Kunſt zu treiben. Ein vortrefflicher Bildner, ein Ornamentiſt von ausgezeichnetem Geſchmacke, modellirte er in Wachs die Gegenſtände, die er verfertigte, und ſodann, je nach⸗ dem ſich die Veranlaſſung bot, eiſelirte, niellirte oder emaillirte er dieſelben mit einem ſeltenen Talente.
Von den früher bei ſeinem Vater beſchäftigten Ar⸗ beitern hatte Fortuns einen alten ſehr geſchickten, in
Die Familie Jouffroy. I. 1


