Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
Einzelbild herunterladen

202

für mich verbürge, ſo werden Ihre Zweifel, wenn Sie noch ſolche hegen, verſchwinden.

„Ich habe das Edle Ihres Schrittes zu ſchätzen gewußt, und ich will mich meinerſeits deſſelben würdig machen.

Ceſarine. „Was wollen Sie damit ſagen, mein Freund?

Ich. „Sie kennen Madame Rahmond? ℳ Ceſarine. „Ihr Sohn hat oft mit mir von ihr als von einer in jeder Hinſicht ausgezeichneten Frau geſprochen.

Ich.

„Er hat Ihnen die Wahrheit geſagt. Der Zufall wollte, daß ich vor der Revolution von 1830 ihr wie Jean ein Aſhl bei mir gab; dieſer Umſtand führte einen vertrauten Umgang herbei, der mir die Vortrefflichkeit dis Herzens und des Urtheils von Madame Rahmond zu ſchätzen erlaubt hat; ich wünſchte auch lebhaft, ſie wäre bei Ihnen meine Bürgſchaft, wie Frau Mont⸗ briſon Ihre Bürgſchaft bei mir geweſen iſt.

Ceſarine. „Ich verſtehe Sie nicht, mein Freund.

„Mit einem Worte, ich wollte, Sie würden er⸗ fahren, was Madame Rahmond von mir denkt. Ceſarine. „Ich weiß, was ich von Ihnen denke, mein Fer⸗ nand das genügt mir.

Ich.

„Das genügt mir nicht, meine Ceſarine; es iſt mir daran gelegen, Ihnen dieſelben Garantien zu ge⸗ ben, die Sie mir auf eine ſo zarte Weiſe geboten

haben. Ceſarine. Welche Tollheit!