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Paris, poste restante, zu adreſſiren, ich werde Mittel finden, ſie mir in mein Gefängniß zukommen zu laſſen.“
Der Kerkermeiſter trat ein und ſagte mir, die Stunde, mich zu entfernen, ſei gekommen.
Ich verbeugte mich tief vor Madame Raymond und ging weg, um ſo troſtloſer über ihre Ungläubigkeit, b da ich nie aufrichtiger geweſen war. Als ich von Ma⸗ dame Raymond wegging, gelobte ich mir auch, mein Leben dem Glücke von Albine zu weihen, — „die ein⸗ zige mögliche Sühnung der Vergangenheit,“ hatte mir die Mutter von Jean geſagt.
Ich beſchloß, auf der Stelle wieder abzureiſen, ohne einen Brief zu erwarten, den mir Madame Claude nach Limoges ſchreiben ſollte, um mir Nachricht über Albine zu geben.
Es war, ich erinnere mich beſſen, am 1. Auguſt
1830. Als ich einige Meilen von Limoges umſpannen ließ, bemerkte ich eine gewiſſe Aufregung in einem großen Flecken. Ich erkundigte mich und erfuhr, daß ein ernſter Aufſtand, der in Paris in Folge der Ver⸗ kündigung der letzten Ordonnanzen ausgebrochen, den Thron gefährdete. Dieſe Nachricht kam mir übertrieben vor. Die Zeitungen und die Couriere fehlten indeſſen ſeit zwei Tagen. Die Ereigniſſe ſchienen mir ſehr ge⸗ wichtig ſein zu müſſen, und obgleich die Zufälle dieſer Revolution die Lage der Partei, zu der ich gehörte, in Frage ſtellten, tröſtete ich mich doch bei dem Gedan⸗ ken, der Sieg der Liberalen müßte wenigſtens einen glücklichen Einfluß auf das Schickſal von Jean und ſeiner Mutter üben; ich ſagte mir aber auch, ſollte der Aufſtand überwältigt werden, ſo würde ihre Sache eine verzweifelte, da die Partei, deren Seele ſie waren, ebr⸗ Zweifel muthig bei dieſer Empörung gekämpft abe.
Je weiter ich auf der Straße kam, deſto mehr be⸗ ſtätigten ſich die Gerüchte. Man ſprach von der Flucht
von Karl X.; die Einen verſicherten, die Republik ſei


