Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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„Ich: — Es iſt mehr als eine Wirklichkeit, denn jede Wirklichkeit kann eines Tags durch tauſend Um⸗ ſtände zerſtört werden, während die Annahme, von der ich ſpreche, allen Ereigniſſen Trotz bietet.

„Du: — Meine liebe Albine, Du beunruhigſt mich. Ich befürchte, daß ſich, da Du nun zu ausſchließlich durch den Geiſt lebſt, Dein Gehirn exaltirt, und

Ich: — Daß ich verrückt werde?“ „Du: — Leider. „Ich: — Beruhige Dich und höre mich. Stellſt Du Dir etwas Kößtlicheres vor, als ſich ſagen zu kön⸗ nen, was ich mir ſage, nicht einmal, ſondern hundert⸗ mal des Tags, denn nun vermiſcht ſich dieſe Idee mit allen Vorfällen meines Lebens. Ich nehme an, ich ſei noch zu verheirathen, Frau von Amberville, die Freun⸗ din Deiner Mutter, habe alles Gute, was ſie von mir denkt, Madame Rahmond geſagt. Dieſe, welche ihren Sohn zu verheirathen beabſichtigt, kommt eines Tages mit Frau von Amberville zu Deiner Mutter; ich bin zufällig da, ich mache die Eroberung von Madame Raymond; ſie ſpricht von mir mit ihrem Sohne auf eine ſehr wohlwollende Art, er wünſcht mich kennen zu lernen, er kommt mit ſeiner Mutter zu Dir; wir ſehen uns vft; er und ich, wir verſtehen uns, wir begreifen uns, wir lieben uns. Meine Famllie gibt ihre Ein⸗ willigung zu unſerer Heirath; wir ſind nun verbun⸗ den. Ich fordere Dich noch einmal auf, Hermance, ſei offenherzig; iſt dieſe Annahme zu romanhait? und verirre ich mich, indem ich ſie mache, in das Land der Chimären?

„Du: — Nein, Albine, nein, Alles dies iſt mög⸗ lich, Alles hätte ſich vollkommen verwirklichen können.

„Ich: — Du erkennſt es an, Du geſtehſt es zu?

„Du: — Ja, doch welchen Vortheil kannſt Du aus meinem Zugeſtändniß ziehen, liebe Tolle? „Ich: — Ich ziche folgenden ſehr vernünftigen