Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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zu ſehen, ſo kannſt Du auf ein neues Andenken von mir (ſechs weitere Tauſend⸗Franken-Billets) binnen Kurzem rechnen. Würdeſt Du es dagegen verſuchen, mich wiederzuſehen, ſo entziehe ich Dir das Mobiliar (der Vertrag geht auf meinen Namen), und nie wirſt Du mehr von mir ſprechen hören.

„Faſſe alſo den vernünftigeren Entſchluß, den, zu ſein, was Du immer geweſen biſt, ein gutes klei⸗ nes Mädchen, und Alles wird auf das Beſte gehen.

„Lebe wohl, liebes Kind.

„F. D.“

Acht Tage nach dieſem A ſchen abend war ich mit Albine Chevrier verheirathet.

XXVII.

Seit geſtern bin ich verheirathet.

Ich finde es ſehr nützlich für die Gegenwart und für die Zukunft, dieſes Tagebuch fortzuſetzen, welches i während meines Junggeſellenlebens angefangen

abe.

Was auch das verdiente Vertrauen ſein mag, das man zu ſeiner Frau hat, man darf ſich nicht verbergen, daß es immer weſentlich iſt, ſo viel als möglich alle ihre Gedanken, alle ihre Handlungen zu wiſſen, um ſie völlig zu ergründen und ſein Benehmen nach dem ihrigen zu regeln.

Dieſe grundliche Kenntniß vom Leben einer Frau kann man nur erlangen durch eine beſtändige und ge⸗ naue Beobachtung. Verläßt ſich aber der Beobachter, ſo aufmerkſam er ſein mag, auf ſein Gedächtniß, ſo werden ſeine Bemerkungen von Heute, ſeine Eindrücke