Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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XXVI.

Dies waren die Gefühle, die Gedanken, die Schwan⸗ kungen von Albine zur Zeit unſerer Verheirathung ge⸗ weſen, eine Art von Beichte, von der ich, wie ge⸗ ſagt, erſt lange nach unſerer ehelichen Verbindung Kennt⸗ niß erhalten habe. 3

Ich nehme mein Tagebuch wieder auf, wo ich es gelaſſen habe.

Den 20. September 1828.

Der Vertrag iſt heute Abend unterzeichnet wor⸗ den; Albine hat den Brautſchmuck angenommen, Alles iſt abgeſchloſſen.

e mehr ich darüber nachdenke, je mehr ich beob⸗ achte, deſto mehr bin ich zufrieden mit der Wahl und it der Wendung, die ich den Dingen zu geben gewußt

abe. In den ſeltenen Unterredungen, die ich mit Albine unter vier Augen hatte, und ich war weit entfernt, ſie hervorzurufen, ſagte ich ihr nicht ein Wort von Liehe oder von Zärtlichkeit. Getreu meinem Syſteme, conſe⸗ quent überdies bei meinen Eindrücken, bin ich kalt freundlich geblieben und habe Albine immer die Ehe aus dem ernſten, beinahe ſtrengen Geſichtspunkte ge⸗ zeigt. Ich glaube zugleich als redlicher und als klu⸗ Le Mann gehandelt zu haben; ich will in ihr keine iebesvelleitäten erwecken, denen ich weder entſprechen kann, noch will. Sie kennt alſo die Zukunft, die ihrer

Fernand Dupleſſis. II. 1