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Des Roches. Herr Labirinte iſt die Verſchwiegenheit ſelbſt. — Mir, ſeinem Lehrer, hat er ihn ſtets verheimlicht — gei Seic) Wenn er nicht ſo albern wäre, würde ich eine Muth⸗ maßung gehabt haben. — Seit einigen Tagen —
Sainte-Luce. Man darf hoffen, daß Herr Labirinte die guten Lehren benutzt hat und daß er jetzt in der Kunſt zu lieben ſo groß iſt, wie in der Politik.
Montal. Ah, in der Politik iſt Herr Labirinte kein Neu⸗ ling. Er iſt die rechte Hand meines Freundes, des Miniſters Roupi⸗Gobillon.
Clariſſe Harlowe. Roupi⸗Gobillons, des dicken Mi⸗ niſters, der häßlich iſt wie eine Raupe?
Montal. Allerdings kann man nicht leugnen, daß mein Freund, der Miniſter, eine eben ſolche Galgenphyſiognomie be⸗ ſitzt, wie alle die Spitzbuben, die er vertheidigte, als er noch ein ſchlechter Advokat war.
Der Marquis. Woher kennſt Du denn den Herrn Roupi⸗Gobillon, Clariſſe?
Clariſſe. Von hier. Er hatte Dorville, Einen meiner Freunde, aufgefordert ihn zu einem Diner mit einigen Mädchen von Geiſt zu bringen, denn er wollte ſich eine kleine Ausſchwei⸗ fung à la Regentſchaftszeit erlauben. Der arme liebe Mann! Unaufhörlich ſagte er zu Dorville: Biſt Du auch überzeugt, daß es meine Frau nicht weiß? Du glaubſt alſo, meine Frau werde es nicht erfahren? Gott, wenn es meine Frau wüßte!
Der Major. Seine Frau führt alſo die Herrſchaft?
Der Marquis. Das glaub' ich! Sie war früher ſeine Köchin und er heirathete ſie, als er noch Advokat war. Jetzt mag er es freilich ſehr bereuen. Die Verbindung Roupi⸗Go⸗ billons mit ſeiner Köchin halte ich übrigens für ein Symbol; es bedeutet, daß unter ſeinem Miniſterium jeder Bürger ein Huhn im Topfe haben wird, wie es der gute Heinrich wünſchte.
Der Herzog von Serda. Hat dieſer Roupi⸗Gobillon einigen Werth?
Der Marquis. Keinen; höchſtens beſitzt er den Muth, die gröbſten Beleidigungen zu ſagen und zu ertragen.
Der Major. Wie iſt aber dieſer Menſch Miniſter ge⸗ worden?
Der Marquis. Fragen Sie darüber Herrn Labirinte,


