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Er wurde laut begrüßt und blieb eine Secunde in der hohen Thüre ſtehen mit einer Miene ſpöttiſcher Unentſchloſſenheit.
Der Herr von Beauregard war, wie bereits erwähnt, groß und gut gewachſen; trotz ſeiner Neigung zum Starkwerden hatte ſeine Taille noch viel Eleganz behalten. Wenn er ſich des Vor⸗ mittags äußerſt einfach kleidete, ſo überließ er ſich Abends allen Einfällen ſeiner Phantaſie; ſeine glänzende Toilette ſtand aber auch nur ihm; jeden Andern außer ihm würde ſie lächerlich ge⸗ macht haben, während ſie im Gegentheile an ihm ſein vornehmes Weſen hob.
Der Marquis trug dieſen Abend einen hellblauen Frack mit ciſelirten goldenen Knöpfen von vortrefflicher Arbeit; ſein breiter ſchwarzer Sammetkragen und ſeine maßlos weit zurückgeſchla⸗ genen Revers breiteten ſich bis auf die Achſeln aus; ſeine Weſte von braunem, ſilberfarbig und carmoiſinroth glaſirtem Sammet mit Knöpfen von Rubinen, um die herum kleine Perlen geſetzt waren, ſtand weit offen über einem reich geſtickten Battiſthemde mit drei koſtbaren Rubinen, die ebenfalls mit Perlen umgeben waren, wie die Knöpfe auf der Weſte und an den Frackauf⸗ ſchlägen; eine hohe weiße ſteife Cravatte, über welcher ſich der ſorgſam gepflegte Backenbart beſonders gut ausnahm, erhöhte den Teint des Marquis. Faſt anliegende Beinkleider von ſchwarzem Caſimir, durchbrochene ſeidene Strümpfe und ſehr weit ausgeſchnittene Schuhe — der Marquis beſaß einen ächt ariſtokratiſchen Fuß — vervollſtändigten dieſen übermäßig reichen Anzug, den man in Folge des vornehmen Airs des Marquis nicht blos nicht unpaſſend fand, ſondern ſogar bewundern mußte.
Nun denke man ſich den Marquis zwiſchen zwei jungen reizenden Mädchen, die in der Hand große Bouguets hielten und im bloßen Haare gingen, mit unbedeckten Schultern, mit Wespentaille und bauſchigen Kleidern von ſchwerem glänzenden Moire erſcheinen; man laſſe dieſe Gruppe von einem Lichtſtrome überſtrömen, man erinnere ſich endlich des ausdrucksvollen, ſpöttiſchen Geſichts des Marquis, und man wird ein Ganzes haben, dem es bei der entſetzlichen Häßlichkeit unſter Herrn⸗ kleidung weder an Effect, noch an Glanz gebricht, man wird das bewundernde Gemurmel begreiflich finden, das den Eintritt des Marquis und der beiden Schweſtern begrüßte.
In dem Augenblicke, als der Herr von Beauregard den
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