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Betrüger genannt, und mit Gefahr ſeines Lebens wollte er ſich rächen. Vielleicht wußte er auch, daß die Küſte nahe ſei. Da
Sie glauben, daß er, wie Sie, dem Tode entgangen iſt, ſo will
ich Ihnen keine Vorleſung halten; der Vorfall hat Ihnen be⸗ wieſen, wie unrecht Sie thaten, als Sie Ihr Leben den Händen eines ſolchen Elenden anvertrauten. Doch laſſen wir das, ſprechen wir von etwas Anderem und gehen wir von dieſen trau⸗ rigen Viſionen zu ganz materiellen Intereſſen über. Wollen Sie, lieber Ewen, halb ruinirt ſein?“
— „Was ſagen Sie?“
„Das Geld, das Ihr Vater bei dem Banquier Achille
Dunoyer in Paris angelegt hat, ſcheint mir ſehr gefährdet zu
ſein. Es handelt ſich um einen bedeutenden Theil Ihres Ver⸗ mögens, und ich glaube nicht, daß dieſer Verluſt Ihnen gleich⸗
gültig iſt.“
— „In welcher Art ſollte das Geld gefährdet ſein?“
„Es iſt ſehr gefährdet, wenigſtens fürchte ich es. Der Herr Achille Dunoyer konnte mir nicht den vierten Theil der Summe auszahlen, die ich für Sie erheben ſollte.“
— „Man nannte aber doch den Herrn Achille Dunoyer unermeßlich reich.“
„Man ſagt gar vielerlei, mein Sohn. So viel iſt gewiß, daß man, als ich zu ihm ging, mir ſagte, er ſei verreiſt, man wiſſe nicht genau, wann er zurückkommen werde, und er habe keine Ordre zu dieſer Zahlung hinterlaſſen. Da es ſich um eine Kleinigkeit von 50,000 Fr. handelt, ſo ſollte ich meinen, dies vergeſſe man nicht, es müßte denn eine Summe von 50,000 Fres. für den Herrn Dunoyer weniger als nichts ſein.“
— „Die Sache iſt allerdings ſeltſam.“
„Ihr Notar in Kemper räth Ihnen, ſogleich nach Paris zu reiſen und Ihre Maßregeln zu nehmen, ſo lange es noch Zeit iſt.“
— „„Kann ich nicht dem Notar in Kemper Vollmacht geben?“
„Das geht nicht an. Wenn ſich der Herr Achille Dunoyer in ſchlechten Umſtänden befindet, ſo kommen Verhandlungen vor, bei denen nur Sie allein Ihre Zuſtimmung geben oder ver⸗ ſagen können.“
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