Teil eines Werkes 
2. Band, Therese Dunoyer : 2. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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15¹ Auf dem verfallenen Thurme von Treff⸗Hartlog ſtand, wie der Geiſt des Sturmes, Mor⸗Nader; ſein weißes Haar flatterte im Winde, die Arme hatte er über die Bruſt gekreuzt. Der Pen⸗kan⸗guer riß das Fenſter auf. Mor⸗Nader bemerkte ihn und deutete mit feierlicher Ge⸗ berde auf ſein Boot, das ſich in einer kleinen Bucht ſchauckelte. Das Bovot war ſchwarz angeſtrichen wie ein Sarg. Dann ſang Mor⸗Nader mit ſeiner kräftigen Stimme die letzten Worte ſeines improviſirten Liedes. Ewen, was ſagt er? Er ruft uns, Thereſe. Er ſagt: Die Glocken werden nicht mehr für uns klingen am Lande, Kein Prieſter wird beten an unſern Leichen Auf's Meer! auf's Meer! auf's Meer!

Thereſe und Ewen wechſelten einen verzweiflungsvollen Blick.

Les⸗en⸗Goch hatte einen Theil der Nacht hindurch gebetet; früh ſchlief er noch.

Ewen und Thereſe gingen an ſeiner Thüre vorüber., ohne daß er ſie hörte.

nn. Die Todtenbucht.

Schwarz ſind die Wolken des Himmels; der Sturm treibt ſie brüllend vor ſich her. Schwarz ſind die Wogen des Meeres; der Sturm treibt ſie brüllend empor. Schwarz ſind die Felſen der Todtenbucht; der Sturm fährt bruͤllend dazwiſchen. Thereſe Dunoher II. 11