So fragte der Lotſe dreimal mit immer ſchrecklicherer Stimme.
Ann⸗Jann bekreuzigte ſich.
Der Mann ſah aus wie ein Teufel, der eine Seele haben will.
„Was willſt Du dem Pen⸗kan⸗guer ſagen?“ fragte Les⸗en⸗Goch.
Der Lotſe lächelte finſter, erhob den Zeigefinger gen Him⸗ mel und antwortete mit den beiden geheimnißvollen und prophe⸗ tiſchen Verſen:
„Gleichgültig iſt's, was auch geſchehen mag, Denn was geſchehen ſoll, geſchieht.“
In dieſem Augenblicke wurde die Thüre raſch aufgeriſſen und der Abbé von Kerouellan trat in die Küche; mit blitzendem Auge, mit zorngeröthtetem Geſicht ſchritt er gerade auf Mor⸗ Nader zu, packte ihn mit kräftiger Fauſt am Kragen und zog ihn aus der Küche hinaus, während er ſprach:
„Du alter Narr weißt, was geweſen, was iſt und was ſein wird? Erinnere Dich an die Züchtigung und was ich Dir geſagt habe, und nimm jetzt dieſe Züchtigung hin, die ich Dir ſo gegeben haben würde, — als ich noch Dragoner war.“
Bei dieſen Worten gab der ehemalige Soldat dem Lotſen einige tüchtige Hiebe mit dem Stabe ſeiner Peitſche über die Schultern und ſtieß ihn hinaus.
Mor⸗Nader wurde bleifarbig vor Wuth; ſeine Augen rollten in ihren Höhlen, ſeine Vernunft verließ ihn und er ſtieß ein wahnſinniges Lachen aus.
Nach einem kurzen Kampfe blieb er einen Augenblick unbe⸗ weglich, dann erhob er ſeine beiden Arme gen Himmel, wie um dem Hauſe zu fluchen und murmelte einige Worte vor ſich hin, dann zerriß er das ſchwarze Band, das er am Halſe trug, und warf die Stücke davon auf die Schwelle der Thüre, wo der Abbé noch immer ſtand.
Der Rector, den dieſes Zaubermittel von neuem auf⸗ brachte, rief aus:
„Höre augenblicklich mit Deinen Poſſen äuf, alter Schurke, oder ich wiederhole die Züchtigung auf der Stelle. Einmal für immer, beſieh Dir dieſe Thüre genau und zeige Dein verworfe⸗
nes Geſicht nie wieder hier, was Dir übrigens nicht ſchwer


