Teil eines Werkes 
2. Band, Therese Dunoyer : 2. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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vollendeten Takt des Mädchens, deren natürliche Vorzüge unter den gewöhnlichen Menſchen um ſie her noch mehr hervor⸗ traten.

Das Geſicht des Herrn von Ker-Ellio war, wie bereits erwähnt, ernſt und männlich; ſeiner Haltung aber fehlte die Eleganz, und bald erhielten durch ſein Staunen und ſeine Zer⸗ ſtreuung ſein Geſicht und ſein Benehmen etwas Verlegenes, Stieres, Zuckendes, das ſelbſt in ſolcher Geſellſchaft für gänz⸗ lichen Mangel an Lebensart gelten konnte.

Herr Dunoyer täuſchte ſich nicht über die wirkliche Urſache der Zerſtreutheit des Barons.

Mehrmals beobachtete der Banquier den Blick ſtummer, begeiſterter Bewunderung, welchen Ker⸗Ellio auf Thereſen hef⸗ tete. Dieſe Entdeckung weckte allerlei Gedanken in Herrn Achille, der bald in tiefes Sinnen verſank, aus dem er ſich nur heraus⸗ riß, um abwechſelnd Ewen und Thereſen anzuſehen.

Unter den andern Gäſten kam das Geſpräch auf das be⸗ rüchtigte Diner imRocher de Cancale, das ſeit acht Tagen allgemein in der Stadt beſprochen wurde.

Herr von Montal, als Freund des Marquis, wurde mit Fragen beſtürmt.

Der Marquis, antwortete er,iſt reicher und lebens⸗ luſtiger als je. Er hat unverſchämtes Glück. Vor vier Tagen erhielt er die Nachricht von dem Tode ſeines Schwiegervaters, Don Pablo, der ein ungeheures Vermögen hinterlaſſen ſoll. Die Marquiſe iſt alſo jetzt coloſſal reich. Um die erſten Tage ſeiner Trauer zu verbringen, hat er eine große Jagd in dem Walde von Breteuil angeſtellt. Es werden etwa zwanzig ſeines Gleichen dort ſein und Gott weiß, welches Leben ſie dort führen werden!

Gewiß haben ſie Mädchen mitgenommen, fiel Ma⸗ dame Helviſe ein.Und ſeine kleine Frau, die ſo ſcheinheilig ausſah! Iſt es wahr, daß man ſie nirgends mehr annimmt und daß er ſich ſeit der Geſchichte im Rocher de Cancale von ihr ge⸗ trennt hat?

Keineswegs, Madame, antwortete Montal;

Marquis hat ſich nicht von ihr getrennt, aber man hat dem