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I. Die Unterredung.
Kach dem Briefe, den der Marquis von Beauregard an ſeine Frau geſchrieben hatte, fann man den peinlichen Zwang, den er ſich auferlegt hatte, und den tiefen Schmerz beurtheilen, der unter ſeiner anſcheinenden Gleichgiltigkeit verborgen war.
Wir müſſen Alles ſagen.
Ohne Zweifel erſcheint die affectirte Gleichgiltigkeit Beau⸗ regard's über die Untreue der Marguiſe chniſch und abſcheulich, indeß handelte er ſo nicht ausſchließlich aus Mißachtung der Sitte und aus Prahlerei mit dem Laſter; er wußte, daß es nach einem ſolchen Eclat ſeiner Frau faſt unmöglich ſein würde, wie⸗ der in der Geſellſchaft zu erſcheinen, und die Eiferſucht, wir wagen nicht zu ſagen, die Liebe des Marquis freute ſich darüber.
Wie ſchuldig auch Dolores war, Beauregard liebte ſie
doch noch; er überredete ſich, ſowohl aus Nachſicht als aus Stolz, daß nur ſeine Vernachläſſigung und ſein ſchlechtes Bei⸗ ſpiel die Verirrung der Margquiſe veranlaßt hätten; er hoffte, daß ſie zurückgezogen leben müßte, durch große Hingebung und Zärtlichkeit ihr Vergehen mit dem Schleier des Vergeſſens zu bedecken ſuchen und daß edles Verzeihen ſie vielleicht völlig wieder zur Tugend führen würde.
Endlich hatte Beauregard, wie er es an die Margquiſe ge⸗ ſchrieben, zum erſten Male in ſeinem Leben das unklare Bedürf⸗ niß eines ruhigen eingezogenen Lebens gefühlt — eine ſeltſame Jronie des Schickſals, das ihm dieſe heilſamen Gedanken in
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