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Ich:— Ei! mein Gott, Doetor, ich begreife Sie: beſonders in Betreff meines Geſundheitszuſtandes bietet ſich mir die Ehe als ein Sicherheitshafen. Das iſt die Stille ſtatt der Aufregung. Es iſt ein geregeltes Leben ſtatt eines ungeordneten Lebens. Es iſt die Ruhe der Seele und des Körpers, und folglich die Geſund⸗ heit. Es iſt endlich die Freiheit, denn ſtatt den Be⸗ fehlen und Launen einer Geliebten unterworfen zu ſein, iſt man Herr in ſeinem Hauſe; ſtatt verurtheilt zu ſein, immer den Seladon zu ſpielen, macht man es ſich bequem. Es iſt, mit einem Wort, das Leben in Pantoffeln und im Schlafrock; unſere Frau umgibt uns mit Ihrer Pflege und Fürſorge, wenn wir krank ſind, fie beaufſichtigt unſer Haus und verhindert unſere Leute, uns zu beſtehlen; hat man Kinder, ſo wachſen ſie an unſerer Seite heran, das gibt Beſchäftigung. Die Ehe iſt eine ganz vorgezeichnete Zukunft, breit, gerade, re⸗ gelmäßig, wie eine ſehr reinliche, ſehr gut mit Sand beſtreute Gartenallee, die man mit einem Blicke von einem Ende zum andern umfaßt; eine Perſpective nicht ganz ohne Reiz, wenn man müde, abgemattet, entkräftet iſt, weil man zu lange über Berg und Thal gelaufen, n jeden Abend das Lager des andern Tages zu wiſſen.
Der Doctor:— Das iſt die Sprache eines ver⸗ nünftigen und verſtändigen Menſchen.
Ich:— Unter uns geſagt, lieber Doctor, die Ver⸗ nunft wird mir leicht; die Vergangenheit hinterläßt kein Bedauern in mir; die Liebſchaften langweilen mich, das Schauſpiel langweilt mich, die Geſellſchaft langweilt mich, das Spiel langweilt mich, die Sou⸗ pers verderben mir den Magen...; und wenn ich den Muth hätte, alle Ihre Rathſchläge bis auf den letzten befolgend, mein Heil zu gründen, ſo würde ich mich im Berry niederlaſſen. Ich habe von meiner armen Großmutter in dieſer Provinz ein ſchönes Gut geerbt,
in das die würdige Frau beinahe nie einen Fuß ſetzte.


