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Dieſer Brief war der wahre Ausdruck metnes In⸗ nern; ich hatte gehandelt, wie ich ſchrieb.
Den 12. Nov. Morgens um zwei Uhr.
„Meine liebe Ceſarine, ſeitdem ich Sie heute ver⸗ laſſen, habe ich ängſtlich mein Gewiſſen befragt. Das Reſultat dieſer Prüfung macht es mir zur Pflicht, Ihnen mit einer unerbittlichen Aufrichtigkeit den Zu⸗ ſtand meines Herzens und meines Geiſtes auseinander⸗ zuſetzen. Sie werden ſodann überlegen und ur⸗ theilen.
„Ich muß Ihnen vor Allem erklären, meine liebe Ceſarine, daß ich bereit bin, den von mir am Bette des ſterbenden Hyacinthe geſchwore⸗ nen Eid zu erfüllen; Sie ſind Mutter.. Ein Zögern iſt mir nicht mehr möglich, Sie werden meine Frau ſein, wenn Sie es fordern das iſt Ihr Recht, ich erkenne es an. Ich werde nich die⸗ ſem unterwerfen.
„Erzürnen Sie ſich nicht über meine Offenherzig⸗ keit, ich glaube als ehrlicher Mann handeln, ich handle als ein ſolcher.
„Habe ich es früher nicht gewagt, Ihnen zu ſagen, was ich Ihnen zu dieſer Stunde ſchreibe, ſo iſt dies der Fall, weil ich das Schauſpiel Ihres Schmerzes ſi die Vorwürfe, die ich vielleicht verdiene, fürch⸗
„Ich zeige Ihnen nun, wie ich es Ihnen verſpro⸗ chen, die Lage meines Herzens und meines Geiſtes:
„Der von mir unter einer augenblicklichen Hin⸗ reißung geſchworene Eid wird nicht gebrochen werden; aber ich muß Ihnen heute erklären, daß ich mich un⸗ überlegt gegen Sie verbindlich gemacht zu haben be⸗ fürchte, meine liebe Ceſarine, hören Sie warum:
„Viele Jahre werden ohne Zweifel vergehen, ehe das Alter meine Leidenſchaften gedämpft hat. Ich zähle
Fernand Dupleſſis. 1. 14


