Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Ich bin am Anfang dieſes Jahrhunderts geboren; mein Vater war Generalpächter vor der Revolution; ich habe ihn und meine Mutter verloren, Als ich noch in der Wiege lag, und bin von meiner Großmutter, von mütterlicher Seite, Frau von Francheville, erzogen worden.

Arme Großmutter, ich ſehe noch ihr feines, lächeln⸗ des Geſicht und ihre ſchönen ſchwarzen Augen, deren Glanz das Alter nicht ſchwächte; bis zu ihrer letzten Stunde hat ſie ihre weißen Haare gekräuſelt und ge⸗ pudert, nach der alten Mobe, unter ihrer Spitzenhaube getragen; mit ſechsundſiebenzig Jahren war ſie noch rüſtig, las ohne Brille und, wie man damals zu ſagen pflegte, gründlich zu Abend; wenn ſie lachte, und das begegnete ihr oft, zeigte ſie Zähne, welche bei vielen jungen Frauen Neid erregt hätten.

Es läßt ſich nichts Liebenswürdigeres, nichts Hei⸗ tereres denken, als der Charakter meiner Großmutter. Wenige Eriſtenzen find glücklicher geweſen, als die ihrige. Sie hatte, wie durch ein Wunder und immer

lachend, die erſchrecklichſten Epochen der erſten Revo⸗

lution durchlebt, ohne je Paris, das ſie anbetete, oder ihr Quartier, oder nur ihr ſchönes Haus im Marais zu verlaſſen, wo ſie geboren war, ein Haus erbaut