„Dieſe Erzählung iſt eine Büßung, die ich mirauferlegthabe,“ ſprach er zu mir,„möchte ſie auch eine Lehre ſein.“
Ich hatte jeden Spielraum, um die nothwendigen Beſchneidungen und Veränderungen vorzunehmen; noth⸗ wendig waren dieſelben, einmal, wie geſagt, aus ge⸗ wiſſen Schicklichkeitsrückſichten, denn mehrere Per⸗ ſonen dieſer Denkwürdigkeiten leben noch heute, und ſodann, um das Leſen dieſer Blätter, indem ich ſie von allem Ueberflüſſigen befreite, zu erleichtern.
Ich habe von dieſem Rechte nach meinen beſten Kräften Gebrauch gemacht; die meiſten Ereigniſſe wa⸗ ren mir in ihren geringſten Umſtänden bekannt; die er⸗ wähnten Beſchneidungen erſetzte ich zuweilen durch die raſche Erzählung der im Manuſkripte zu ausführlich entwickelten Begebenheiten.
Anfangs hatte ich den Gedanken, von dieſen Er⸗ zählungen das wegzunehmen, was die Jünglingsjahre des Verſaſſers betrifft, um ſogleich zu ſeiner Heirath zu kommen, aber ich habe geglaubt(und der Leſer wird vielleicht dieſe Anſicht theilen), häufig offenbaren ſich der Charakter, die Zukunft eines Mannes in den erſten Handlungen ſeines Knabenalters und ſeiner Jugendzeit.
Da endlich das Leben des Verfaſſers innig ver⸗ bunden iſt mit dem von mehreren ſeiner Schulkamera⸗ den, welche ſchon am Anfang dieſer Denkwürdigkeiten ihre eigenthümliche und ſcharf ausgeprägte Phyſiogno⸗ mie haben, ſo glaubte ich dieſe Art von Prolog nicht
wegſchneiden zu dürfen.*


