Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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chem ich ſpreche, nicht nur einen großen Theil ſeines Lebens außerordentlich unglücklich geweſen, ſondern er hat auch ſo gräßliche Uebel verurſacht, daß Jeder, der nicht den Schlüſſel zu dieſem ſeltſamen Charakter hätte, für ihn nur Abneigung oder Verachtung hegen würde, während er uns, wenn nicht Intereſſe, doch Mitleid zu verdienen ſcheint, denn bis zu dem Tage, wo ich ihm die Augen geſchloſſen, hat dieſer Mann foſtbare Eigenſchaften des Herzens bewahrt.

Die Leſung dieſer Denkwürdigkeiten wird, wie ich glaube, den ſcheinbaren Widerſpruch erklären. Abge⸗ ſehen von Namensveränderungen und einigen Verklei⸗ dungen der Oertlichkeiten, welche verſchiedene Schick⸗ lichkeitsgründe geboten haben, ſind dieſe Blätter von ihrem Urheber geſchrieben worden; begabt mit einem wunderbaren und(wenn eine neue Thatſache ihre Wur⸗ zel oder ihre Erklärung in einer früheren Thatſache hatte) ſo zu ſagen rückwärtsſchauenden Gedächtniß, Beſitzer von zahlreichen, von ſeinen erſten Jünglings⸗ jahren an während ſeines Lebens geſammelten Notizen, war der Verfaſſer im Stande, eine Menge von Perſo⸗ nen wiederaufleben zu laſſen.

Nichts in dieſen Blättern bezeichnet den Schrift⸗ ſteller; das iſt kein Kunſtwerk; es iſt, wenn man ſo ſagen darf, eine oft ungeſchlachte Wirklichkeit, aber nach der Anſicht des Verfaſſers(und ich theile ſie) muß dieſe Wirklichkeit ihre moraliſche Lehre haben.

Dies war wenigſtens die letzte Hoffnung des Man⸗ nes, den ich unglücklich und ſein vergangenes Leben be⸗ reuend, aber ſtoiſch vor dem Tode habe ſterben ſehen.