Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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und wegen was? wegen Träumereien. Wenn das Opfer der Mühe lohnte, dann möchte es noch etwas Anderes ſein.

Aber ich, der ich darum bitte, ich bin darüber Richter.

Sie ſind ein Kind! ſagte ſie; dann klingelte ſie und ge⸗ bot der eintretenden Kammerjungfer:

Julie meinen Wagen!

Ich konnte eine Bewegung der Ungeduld nicht unterdruͤcken.

Holla, ſagte Jenny mit ihrer ſanften Stimme,üble Laune? Nehmen Sie ſich in Acht! Man beſtürmt mich mit Huldigungen, und wenn ich kokett wäre

Was das betrifft, meine Theure, ſo bin ich kein Kind mehr, auch gelangte ich zu jenem Punkte der Sorgloſigkeit, welcher macht, daß ich mich mit einer einzigen Ueberzeugung begnüge.

Und welche iſt das?

Daß eine Frau unmöglich zwei Liebhaber auf einmal haben kann. Bei ſolchen Grundſätzen iſt man aber wegen der Wahl ſeiner Geliebten nie in Verlegenheit; ich hoffe deshalb 2 mit Zuverſicht, eine in England zu finden, woyhin ich reiſe.

Ah, Zorn Abreiſe? Das iſt ſehr luſtig, ſagte Jenny nachläſſig.

Zorn? O mein Gott, nein; es iſt eine ſeit längerer Zeit beſchloſſene Reiſe, denn ſeit einem Jahrhundert guält mich die kleine Louiſe, das Land der wahren Mylords zu ſehen, wie ſie ſich in ihrer natürlichen Sprache ausdrückt. Zweifeln Sie etwa an dieſer Reiſe, ſo leſen Sie dieſen Brief, den man mir eben von meinem Wagenbauer gebracht hat. Leſen Sie!

Jenny nahm mir mit Heftigkeit den Brief aus der Hand und las:

Ich habe die Ehre, den gnädigen Herrn zu benachrichti⸗ gen, daß Ihre Dormeuſe ſowie Ihre Briska übermorgen, Frei⸗ ag, fertig werden. Auch die Damenhutſchachteln ſind be⸗ ſorgt..

Alſo, mein Herr, reiſen Sie, ohne mich davon zu unter⸗ richten, ohne Rückſichten, ohne Anſtand?

Ja, ſehen Sie, Jenny, ich haſſe rührende Abſchiedsſcenen bis auf den Tod. Und dann hätte ich auch dem guten Octav geſchrieben.