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„Indem ich am Morgen in das Dorf kam, wo ich die Tänzerinnen zu finden glaubte, hielt ich an, ehe ich die Kara⸗ vanſerei betrat.
„Ich ließ Duelos rufen, und um mich ſeiner zu entledi⸗ gen, ſagte ich ihm:
„Herr Duclos, ich will Ihr unziemliches Betragen von geſtern vergeſſen, und Ihnen einen neuen Beweis meines Ver⸗ trauens geben;— beſteigen Sie den Hügel, der gegen Süd⸗ weſten egt Nehmen Sie Ihren Winkelmeſſer und Ihre Waſſerwage mit, und nehmen Sie einen Plan von dem gan⸗ zen Theile des Landes auf, welches ſich von Nordweſten nach Südweſten erſtreckt.“
„Aber weshalb haben wir das nicht geſtern gethan;— und wozu nützt es?— Seit Vizapapatnam iſt das der erſte Plan,“ entgegnete Duclos, im höchſten Grade überraſcht.
„Ich ſchnitt ſeine Fragen kurz durch meine gewöhnliche
ntwort ab,— daß ich nur dem Admiral Rechenſchaft ſchuldig ſei,— und der redliche Duclos nahm ſeine Inſtrumente, beſtieg den Hügel, und ſtellte die verſchiedenſten Vermuthungen dar⸗ über an, was mich wohl bewegen könnte, umzukehren und den Plan von Jaffanapatnam aufnehmen zu laſſen.
„Hierauf ließ ich meinen Palankin nach der Karavanſerei tragen; ſie lag am Ende einer langen Allee der ſchönſten Ko⸗ kosnußbäume, die einen ausgemauerten Teich beſchatteten, in welchem ich viele Badende erblickte, und unter andern auch am äußerſten Ende eine kleine Gruppe von Frauen.
„Plötzlich erſchallte aus dieſer Gruppe ein gellender Schrei. Ich ſah aufmerkſamer hin, und erkannte Daja, meine Tänzerin mit dem gelben Leibchen, die eben erſt aus dem Waſſer gekom⸗ men war, denn ſie hatte noch ihren Bademantel um.
„Das arme Mädchen hatte mich erkannt. Ich gab ihr„ ein Zeichen, näher zu treten; ſie hüllte ſich in eine große baum⸗ wollene Decke, und eilte ganz verſchämt zu mir.
„Daja,“ ſagte ich zu ihr,„ich bin Deinetwegen wiederge⸗ kommen,— um Dich zu holen.— Willſt Du mit mir gehen?“
„Sie erhob ihre großen ſchwarzen Augen auf mich, und wagte nicht zu antworten.
„Willſt Du, Daja?“
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