Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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ſüchtig machte;— ſo aber ſage ich lieber, daß es Sie lang⸗ weilen wird.“

„Sie wiſſen ſehr gut, daß das nicht der Fall iſt, daß mich nichts mehr intereſſirt, als Sie von Ihren Reiſen erzählen zu hören.— Aber Sie wollen davon ſo ſelten ſprechen.— Arthur, ich bitte Sie darum!— Erzähle mir die Geſchichte;— ich will es!“

„Nun, ſo höre!“ erwiderte ich ihr.

HI.

„Vor ungefähr achtzehn Monaten war ich in Indien. Der Admiral*** hatte mir einen ziemlich wichtigen Auftrag für Vizapapatnam ertheilt. Ich reiſte von Madras ab, erfüllte meine Inſtructionen und kehrte zurück. Ich war nur noch 13 Stunden von Madras entfernt, als ein Unfall, der einem von den Trägern meines Palankin zuſtieß, mich zwang, in einem Dorfe Namens Iſchina⸗Marmelong zu übernachten.— In Indien giebt es nur ſolche verwünſchte Namen.

„Ich hatte einen meiner Offiziere bei mir, einen vortreff⸗ lichen Menſchen, Namens Duclos, der nur einen Fehler hatte, nämlich den: daß er es liebte, am Morgen ſchon zu wiſſen, was er den ganzen Tag über vornehmen würde, und in Verzweif⸗ lung gerieth, wenn irgend ein Ereigniß ſeine Anordnungen über den Haufen warf.

„In Ermangelung unvorhergeſehener Ereigniſſe übernahm ich es ſtets, ſeine Pläne zu ſtören, weil mich dann nichts ſo ſehr unterhielt, als ſein Zorn und ſeine Klagen.— Du begreiſſt wohl, daß man ſich auf der Reiſe zerſtreuen muß.

„Als Herr Duclos über die Zögerung, die uns in der Herberge des Dorfes zurückhielt, hinlänglich Feſeufzt hatte, ſagte er:„Nun haben wir bis morgen Ruhe; was fangen wir nun an? Ich liebe es zu wiſſen, worauf ich rechnen darf.“(Das war ſeine Redensart.)

„Ei,“ entgegnete ich ihm,„das Beſte, was wir thun kön⸗ nen, iſt, zu Abend zu eſſen, uns dann niederzulegen und zu ſchlafen, wenn die Muskitos es erlauben.“