Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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„Ja, uberall himmelhohe Felſen,“ wiederholte der Gitano.

„Vorwärts, Ehrwürdiger! Ein Wunder! Dies iſt der Au⸗ genblick dazu,“ ſagte der Philoſoph, indem er einen ſchmerzli⸗ chen Blick auf ſein Pferd warf.

Mehrere Schüſſe fielen wieder auf der Spitze des Berges, aber die Kugeln kamen kraftlos herab, denn die Douaniers näherten ſich nur langſam und waren wegen der Krümmung des Fußweges noch weit entfernt. Der Mond glänzte an einem ſchönen Himmel, und ſein Licht erhellte das Gemälde von allen Seiten.

„Wie ſehr ich eine ſchöne Sommernacht liebe!“ ſagte der Gitano.„Die Blumen enffalten ſich, die friſche Luft einzu⸗ ſaugen, und ſanfter dringt ihr Wohlgeruch zu uns. Ihr Brü⸗ der, riecht Ihr den ſchönen Geruch der Aloän?“

Eine neue Salve unterbrach dieſen unzeitigen Monolog; aber diesmal fiel einer der Contrebandirer.

„Im Namen Chriſti, Du mußt uns retten! ich befehle es Dir im Namen Gottes,“ ſagte der Mönch zu dem Gitano, in⸗ dem er nach dem Himmel zeigte.

Die Bewegung war ſchön, aber ſie brachte keine Wirkung hervor, denn lachend erwiderte der Gitano:

„Im Namen Gottes; Gottes! Habt Ihr es wohl be⸗ dacht, mein Vater? Scherzt doch nicht! Der Augenblick iſt ernſt! Seht vielmehr den Chriſten, der ſein Blut verliert und mit dem Tode ringt.“

Mit dem entſetzlichen Lachen des Verdammten vereinigte ſich der Lärm und das Toben des Meeres, welches ſtieg und ſtieg, und mit jedem Augenblicke den kleinen Raum verengte, uf welchem ſich die geringe Zahl der Menſchen zuſammen⸗

rängte.

Die Spanier bekreuzten ſich bebend. Einer der Paſcher ſpannte ſeinen Hahn, und legte auf den Gitano an. Der Mönch trat noch zeitig genug dazwiſchen.„Unglücklicher!“ rief er,„er allein kann uns retten, er allein kennt den Aus⸗ weg!“ Bei dieſer feindlichen Bewegung ritt der Gitano in das Meer, das ſchon bis zur Bruſthöhe ſeines Pferdes ging.

„Da kommen die Douaniers ſchon die letzten Abſätze der Anhöhe herab,“ ſchrie der Verdammte,„und Ihr wißt, daß jetzt ihre Kugeln treffen.“ Bei dieſen Worten zeigte er auf den verwundeten Paſcher.