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ihm glühendes Blei in die Augen zu gießen. Beim heiligen Pedro, ich will nicht den Tod des Sünders, aber Gerechtigkeit muß ſein. Wenn dieſer Satansvetter ſich damit begnügte, zu kontrebandiren, ſo möchte er immer verdammt ſein; man könnte doch ſeine Waaren kaufen, wenn man ſie exoreiſiren ließe; aber der Verfluchte plündert die Meiereien auf der Küſte, entführt unſere Töchter und ſchändet unſere Kapellen.“
„Noch kürzlich hat man die Bildſäule des heiligen Fran⸗ cesko mit einer Perrücke auf dem Kopfe und einer Pfeife im Munde gefunden. Bei den ſieben Schmerzen unſerer lieben Frau! ſolche Abſcheulichkeiten verkünden großes Unheil!“
„Und zu ſagen,“ fuhr der Redner fort,„der Herr Gouver⸗ neur von Cadiz könnte nicht über eine gute Fregatte gebieten, um ſolchen Gräueln ein Ende zu machen, und wir hätten keine andere Vertheidigung, als einige Küſtenwächter, welche die Flucht ergreifen, ſobald ſie die Wimpel der verfluchten Tartane erblicken! Laßt uns einige Feluken gemeinſchaftlich bewaffnen, und beim heiligen Jacob, wir wollen wohl ſehen, ob Satan ihn ſchützt, und ob er hieb⸗ und ſchußfeſt iſt!“
„Eine ſonderbare Sache,“ fuhr der Viehhändler mit leiſerer Stimme fort,„daß Pedrillo, mein Ziegenhirt, ein Boot von den Zigeunerfahrzeugen an der Küſte hin nach dem Kloſter San Juan hat fahren ſehen und daß—“
„Und daß?“ fragten Alle mit einer Stimme.
„Und daß der Verdammte ſelbſt den heiligen Ort betrat.“
„Jeſus! heilige Jungfrau! Santa Carmen! welch ein Gräuel!“ rief die Menge, indem ſie ſich bekreuzte.
„Das iſt noch nichts,“ fuhr der Viehhändler fort;„der Verdammte iſt ſogar auf den Glockenthurm geſtiegen, und mein Ziegenhirt hat ihn ganz deutlich ſeine verfluchte Cigarre rauchen
ſehen. Dann— dann hat er ihn ein verwünſchtes Lied zu ſeiner verwünſchten Guitarre ſingen hören!“
„Aber wie haben die würdigen Väter ſolche Abſcheulichkei⸗ ten dulden können?“ ſagte Florez voll Verwunderung.
„Ei nun,“ meinte der Erzähler, ſchloß die Augen halb, und lächelte boshaft.
Ungeachtet der Gefahr, welche damit verbunden iſt, ſich von Angelegenheiten der Geiſtlichkeit zu unterhalten, ſtand er doch auf dem Punkte, dieſe Sache weiker zu beſprechen, als eine
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