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ren; dieſe aber gehen allen andern vor, denn ſie ſind noch im Stande, zu manövriren.“
„Die, welche Ihr auf der Corvette laßt, werden krepiren wie Hunde, oder einander auffreſſen, denn morgen oder über⸗ morgen fühlen ſie Hunger.“
„Ich ſpotte ihrer! Mögen ſie krepiren! Es iſt beſſer, daß ſie es ſind, die ohnehin ſchon halb todt waren, als wir, die wir noch ſegeln können.“
Die Matroſen der Brigg hörten die Unterredung und be⸗ gannen zu murren.
„Wir wollen unſere Kameraden nicht verlaſſen.“
Kernok ſah ſie mit durchbohrendem Blick an, nahm ſein Kampfbeil unter den Arm, kreuzte die Arme auf dem Rücken und ſagte mit gebieteriſcher Stimme:
„He? Ihr wollt nicht?“
Es herrſchte Schweigen— tiefes Schweigen.
„Ihr ſeid merkwürdige Thiere,“ rief Kernok.„So wißt denn, Canaillen, daß wir 800 Stunden von jedem Lande ent⸗ fernt ſind, daß wir wenigſtens vierzehn Tage brauchen, um dieſe Strecke zurückzulegen, und daß, wenn wir die Verwunde⸗ ten an Bord behalten, ſie unſer ganzes Waſſer verſchlingen.“
„Das iſt wahr,“ fiel der Kanonier⸗Chirurg⸗Zimmermann ein;„Niemand trinkt ſtärker, als die Verwundeten; ihr Durſt iſt gar nicht zu ſättigen.“
„Und wenn wir kein Waſſer und keinen Zwieback mehr haben, wird uns dann der heilige Kernok welchen ſchicken? Wir werden gezwungen ſein, unſer Fleiſch zu eſſen und unſer Blut zu trinken, wie ſie es wahrſcheinlich thun müſſen.— Allerliebſte Nahrung! Die reizt Euch wohl, nicht wahr? Ihr Dummköpfe, die Ihr ſeid! Statt zu trachten, nach Bayonne oder Bordeaur zu kommen, damit wir als gute Bürger von unſerm Priſentheil leben können, der nicht gering ſein wird, da er durch den Antheil Jener vermehrt wird, wollt Ihr hier wohl mit den Verhungernden verderben?“
Dieſer Grund beſchwichtigte ſiegreich den Widerſtand der
Letztern.
„Endlich,“ ſagte Kernok,„wird es ſo ſein, weil ich es ſo will; iſt das klar genug, he? Dem Erſten, der den Mund
öffnet, werde ich ihn mit meinem Dolche ſchließen. Vorwärts, Cordieu!“
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