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„Sacrebleu!“ ſagte Kernok, nachdem er aufmerkſam durch das Rohr geſehen hatte, und ſetzte dies dann an das linke Auge.
„Tauſend Donner!“
Er rieb das Glas, als wolle er ſich überzeugen, daß er deutlich ſehe, und daß keine optiſche Täuſchung ſtattfinde.— Er irrte nicht.——
Ein Crescendo aller kräftigen Ausdrücke im Fluch⸗Dictio⸗ när eines Piraten wurde nun angeſtimmt.)
Kaum war dieſer Strom von Verwünſchungen und Flü⸗ chen ſeinen Lippen entflohen, als Kernok eine Handſpeke ergriff.
Eine Handſpeke iſt ein Stück Holz von 5—6 Fuß Länge und 4 Zoll Durchmeſſer. Dies Spielwerk von Eichenholz iſt zum Dienſte der Schiffsartillerie beſtimmt.
Kernok änderte dieſe Beſtimmung vorläufig ab, denn er benutzte die Handſpeke, die Schiffsmannſchaft damit zu wecken. Die Schläge der Handſpeke, von Fluͤchen begleitet, daß die Brigg dröhnte, hagelten dicht herab, bald auf das Deck, bald auf die ſchlafenden Matroſen. Kaum hatte daher der Capitain ſeine Runde beendet, als auch faſt alle ſeine Leute auf den Bei⸗ nen waren, ſich die Augen, den Kopf oder den Rücken rieben und unter entſetzlichem Gähnen fragten:„Was giebt es denn?“
„Was es giebt?“ ſchrie Kernok mit Donnerſtimme,„was es giebt? Hunde, die Ihr ſeid! Ein Kriegsſchiff, eine engliſche Corvette, welche alle Segel beigeſetzt hat, uns zu erreichen; eine Corvette, die über dem Sperber den Vortheil des Windes hat, denn ſie wird über uns kommen wie der Blitz, uns zu zer⸗ ſchmettern!“
Aller Augen wendeten ſich auf den Punkt, nach welchem Kernok mit dem Fernrohr deutete.
„Acht, zehn, funfzehn Stückpforten!“ rief er. Eine Cor⸗ vette von dreißig Kanonen, das iſt allerliebſt, und noch dazu von der blauen Eskadre!“
Er rief Zeli.
„Höre, Zeli,“ ſagte er,„hier gilt es nicht langes Beſin⸗ nen; laßt die Ruder beiſetzen und bringt Alles ſo ſchnell wie möglich in Ordnung; wir legen um und ſuchen das Weite. Schnabel und Krallen des Sperbers ſind nicht hart genug, um ſich mit einem ſolchen Vogel zu verſuchen.“
Dann ſetzte er das Sprachrohr an, und commandirte:
„Jeder auf ſeinen Poſten! Viert die Mars⸗ und Brahm⸗


