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„Es mag dies ſein,“ fiel der letztere ein,„aber als wir übereinkamen, ehe wir das Thier für unbändig anſehen woll⸗ ten, als wir übereinkamen, ſage ich, es durch den Jäger Tom
Stag reiten und zureiten zu laſſen, hat es ihn nicht jedesmal
durch ſeine unſinnigen Sprünge und Sätze abgeworfen, obgleich Tom Stag einer der beſten Reiter der Grafſchaft iſt? Hat es ſich nicht bei dem letzten Verſuche Tom Stag's, als es ihn nicht aus dem Sattel heben konnte, an eine Mauer gedrückt, ohne ſich von der Stelle zu rühren, ſo daß Tom Stag jämmer⸗ lich ſchrie und dem Pferde den Willen laſſen mußte? Iſt das nicht wahr?“
„Ich,“ fiel Rogers ein, während er die Gerte ſchwang, „würde das Pferd in zwei Sitzüngen gefügig wie einen Hand⸗ ſchuh gemacht haben und ich getraue mir dies auch jetzt noch.“
Der Maure ſah Rogers verächtlich von der Seite an und ließ ſein Haupt ſinken.
„Iſt es endlich nicht wahr,“ fuhr der Quäker gegen Agba gewendet fort,„daß Tom Stag in Folge dieſer Bösartigkeit des Pferdes acht Tage das Bett hüten mußte?“
Das bis dahin ſchüchterne und ergebene Geſicht des Stum⸗ men belebte ſich mit einemmale, er hielt mehrmals und raſch ſeine Ferſen an einander und machte große Bewegungen mit der rechten Fauſt, als wenn er auf Jemanden losſchlage.
„Er meint,“ erklärte der Quäker,„Tom Stag habe das Pferd fortwährend geſpornt und geſchlagen, was allerdings wahr iſt, da aber alle Mittel der Sanftmuth vergeblich erſchöpft waren, ſo mußte er zur Strenge ſeine Zuflucht nehmen, um ein Thier zu bändigen, das Niemand reiten kann.“
Der Maure ſtellte ſeinen Zeigefinger auf ſeine Bruſt und richtete ſtolz den Kopf empor.
„Allerdings reiteſt Du, Du allein, dieſes Pferd und Du bändigeſt es, ob es gleich ſehr feuerig iſt, aber gerade das iſt ein Zeugniß von ſeiner Bösartigkeit, denn da es ſich von Dir lenken und regieren läßt, da es Dir gehorcht wie ein Hund ſei⸗ nem Herrn, warum iſt es ſo ungehorſam und eigenſinnig gegen Andere? Als es mein Schwiegerſohn das erſte Mal beſteigen wollte, hatte er es nicht geſchlagen; er hat ihm nicht einmal die Peitſche gezeigt, nicht einmal die Sporen gegeben; er redete ſanft mit ihm, ſtreichelte und liebkoſete es und doch hat das Pferd ihn zweimal mit Lebensgefahr abgeworfen. Sei gerecht,


