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ſtets den Zügel vom Pferde des Weſirs, der ihm von Zeit zu Zeit ſeine goldgefüllte Hand hinhielt; jedesmal unterbrach dann der Derwiſch ſeine Rede, um das Gold mit den Worten zurück⸗ zuweiſen: Ich will es nicht, es iſt ſchlecht erworben. Dann fuhr er in ſeiner Strafpredigt fort, in welcher er dem Tyrannen mit lauter vernehmlicher Stimme in Gegenwart einer zahlreich verſammelten Menge alle Verbrechen zum Vorwurf machte, mit denen er ſich beſudelt hatte, ſeine Irreligioſität und die Verach⸗ tung, die er allen beſſern Menſchen einflößte. Einige Stellen ſeiner Rede waren wirklich ſehr ſchön, wie z. B. die, wo er ſagte: Jeder Stein der zahlreichen Paläſte, die Du aufgeführt haſt, könnte ganz mit dem unſchuldigen Blute gefärbt werden, das Du vergoſſen haſt; könnten die Seelen, die Du ihrem Kör⸗ per vor der Zeit entriſſeſt, Dich umſchweben, ſo würde ihre Zahl größer ſein, als die Worte, die Du an Gott richteſt, um ſeine Gnade zu erflehen; das Geld, das Du zu Geſchenken und Al⸗ moſen anwendeſt, iſt durch Gewaltthat und Ungerechtigkeit er⸗ worben, und die Almoſen werden Dir nicht als verdienſtliche Werke angerechnet, ſondern nur als ſo viele Sünden mehr, da Die, welche es empfangen, ſündigen, wovon Du die Ur⸗ ſache biſt.
Der Weſir antwortete kein Wort, da er aber die Gewohn⸗ heit hatte, wenn ihn irgend etwas verdroß, den Kopf ſtolz zu erheben und die Blicke in die Höhe zu richten, ließ die Rede des Derwiſches ihn dieſe Blicke machen; der Derwiſch aber be⸗ merkte dies, glaubte, es geſchehe aus Stolz und redete ihn mit folgenden Worten an: O, Ali, ſieh nicht immer nach oben, ſon⸗ dern wirf die Blicke nach unten, von woher Du gekommen biſt, und wohin Du zurückkehren wirſt, ſobald der Wille des all⸗ mächtigen Gottes es gebietet.
Damit ließ er den Zügel des Pferdes los, wendete dem Paſcha den Rüͤcken und ging. Wir ritten ſogleich nach dem Hügel. Während des Weges und indem wir durch die Stadt kamen, hielt ich mich dem Gebrauche zu Folge 100 Schritt hin⸗ ter dem Tyrannen, kaum aber hatten wir das Quartier Backhtche erreicht, ſchickte er mir einen Tcharkadgi, mit dem Befehle, zu ihm zu kommenz ich ſprengte im Gallop heran. Er befahl mir, mich dicht zu nähern, und fragte mich dann, was ich von dem Auftritte dächte, deſſen Zeuge ich geweſen war. Ich ſagte ihm, ich ſei ſehr überraſcht, daß er ſolche Unverſchämtheiten öffentlich
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