Teil eines Werkes 
42. Band, Die Cucaracha : 2. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Ali wendete ſich hierauf zu ſeinen chriſtlichen Milizen, aber er ſtieß bei ihnen auf dieſelbe Weigerung.

Stets äußerlich gelaſſen, unterdrückte Ali zwei⸗ oder drei⸗ mal ein krampfhaftes Gähnen, welches bei ihm das Zeichen eines eben ſo heftigen als verbiſſenen Zornes war, lächelte und gab den Mordbefehl an Michael Anaſtaſius Vala, welcher die Jokadaren befehligte, eine Art Miliz aus den wildeſten Stäm⸗ men der Gueguen zuſammengeſetzt.

Michael ſenkte das Haupt zum Zeichen des Gehorſams, ſtieg an der Spitze ſeiner Tokadaren auf, und die Metzelei begann

Das Blutbad währte bis zum Abend.

Als die Sonne untergegangen war, blieb kein Kardikiote mehr übrig, weder Greis, noch Mann, noch Kind.

Was die Muskete verſchonte, hatten Beil und Säbel nie⸗ dergehauen.

Die Frauen und die jungen Mädchen waren in Kardiki gelaſſen worden. Dieſen Theil der Rache nahm Chainitza für ſich in Anſpruch. Nachdem ſie den Soldaten preisgegeben worden, wurden mehr als 900 nach Libvowo geführt.

Die Tochter Khamco's befahl Allen die Haare abzuſchnei⸗ den, und mit dieſen ließ ſie eine ungeheure Matratze ausſtopfen.

Dann auf dieſer Trophäe ſitzend, ließ ſie ihre Opfer ſich bringen; alle mußten niederknieen, und ſie ſprach über ſie fol⸗ gendes Urtheil, das die öffentlichen Ausrufer wiederholten:

„Weh Jedem, der den Frauen, den Töchtern oder Kindern von Kardiki Obdach oder Kleidung giebt; meine Stimme ver⸗ urtheilt ſie dazu, in den Wäldern umherzuirren, und mein Wille widmet ſie den wilden Thieren, deren Beute ſie werden ſollen, wenn der Hunger ſie vernichtet hat).“———

Vor ſeiner Entfernung von Kardiki hatte Ali befohlen, die Leichen zu entkleiden und damit einige gewaltige Holzflöße zu beladen, damit dieſe, eine Art beweglicher Schlachtbank, von dem Celydnus in das Bett der Voſufſa getragen, faſt ganz Al⸗ banien durchzögen und dieſes fürchterliche Beiſpiel ſeiner Rache

¹) Pouqueville, Wiedergeburt Griechenl., Thl. I. p. 419..