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ſpaniſchen Dialekt nachzumachen, begnügte er ſich mit einem Infinitive und ſagte:„Spanierin, ſchönes Weib ſein.“
Das junge Mädchen erröthete, lächelte und ließ ihren Schleier tiefer herab.
„Was der Teufel, wo habe ich denn das Spaniſche ge⸗ lernt?“ fragte ſich der Pariſer, überzeugt, verſtanden zu ſein, und indem er ſeiner neuen Eroberung mit großen Schritten folgte.
Dem Douanengebäude gegenüber ging das Mädchen eine andere Treppe hinunter, ſah ſich um, erblickte den Pariſer, und ging über den kleinen Platz de la Torre, um in die Straße von Tideo einzutreten.
Belebt, exaltirt, enthuſiasmirt, entzuckt, folgte ihr der Pa⸗ riſer; er wollte eben über die Straße eilen, als Kirchengeſänge ertönten, und ein langer Zug weißer Büßer aus einer Seiten⸗ ſtraße hervorkam.
An der Spitze des Zuges wurden große Laternen getragen, dann kamen Reliquien, Blumen; hierauf folgte das Allerhei⸗ ligſte, und dieſem der Gouverneur.
Es war eine feierliche Proceſſton, den Himmel um etwas Regen anzuflehen: denn die Dürre war im Jahre der Gnade 1829 ſehr groß.
Statt ſich der Menge anzuſchließen, ſtieß der Pariſer einen gräßlichen Fluch aus, denn die Proceſſion ſchnitt ihm den Weg ab, und er zitterte, ſeine Andaluſierin mit dem ſchwarzen Auge aus dem Geſicht zu verlieren.
Der Pöbel entblößte das Haupt bei dem erſten Schrei des Mönches, der den Zug eröffnete.
Der Pariſer behielt ſeinen Hut auf, hob ſich auf die Spitzen der Zehen, reckte den Hals, hielt die Hand über die Augen, ſich gegen die blendenden Strahlen der Sonne zu ſchützen, und— ſah nichts,— weder die ſchwarze Mantille, noch das Blumen⸗ bouquet, welches das üppige ebenholzſchwarze Haar ſchmückte.
Es kam ein anderer Mönch in grauer Kutte; er trug eine große Laterne, auf deren Scheiben menſchliche Geſtalten, von Flammen umgeben, abgebildet waren. Er deutete mit der einen Hand auf dieſe Geſtalten, und ſchüttelte mit der andern eine Almoſenbüchſe für die Seelen im Fegefeuer.
Die Umſtehenden knieten nieder; Einige ſchenkten Gaben, Viele aber flüſterten unter einander, indem ſie auf den Pariſer
Die Cucaracha. II. F


