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heitern Sinnes eine ſo vortheilhafte Partie zurückzuweiſen und ſo ihre Zukunft verſcherzen zu ſehen.
„Was hat er denn, um Ihnen zu mißfallen,“ fragte er Cecilien;„machen Sie einen Fehler, ein Laſter an ihm aus⸗ „findig, und ich gebe mich gefangen,“ ſagte der Oberſt.„Iſt „es etwa ſein Urſprung?“
„Jede Geburt iſt ehrenvoll, wenn ſie ehrlich iſt;“ erwiderte ecilie.
„Aber was haben Sie ihm dann vorzuwerfen?“
„Nichts; Herr von Noirville iſt ſtreng rechtlich.“
„Und dennoch weiſen Sie ihn zurücks— Weshalb?“
Cecilie befand ſich in einer grauſamen Lage. Ihr Vater und ihre Mutter hätten nie eine ſolche Frage an ſie gerichtet, oder hätten vielmehr nie daran gedacht, ſie mit Herrn von Noirville zu verheirathen, wäre er auch noch zehn Mal mehr Millionär geweſen.
Wie ſollte ſie aber dem Oberſten erklären, welcher Art das Gefühl des Widerwillens war, das ſie von dieſem Bewerber um ihre Hand entfernte? Das ging über die Kräfte Ceciliens, über das Faſſungsvermögen ihres Oheims.
Fräulein von Elmont hätte ſich gern darein ergeben, in den Augen des Oberſten für thöricht und überſpannt zu gelten, hätte ſie nicht deſſen Geſundheit ſo unverkennbar abnehmen ſehen. Sie hatte daher auch nicht den Muth, dieſem tiefen Schmerze zu widerſtehen, ſondern opferte ſich.
Dies war das Wort, welches ſie brauchte; der gute Oberſt mußte darüber herzlich lachen, und indem er ſich die Hände freudig rieb, rief er aus:
„Sich einem Einkommen von 200,000 Fr. und einem „ehrlichen Menſchen opfern, den ſie leiten wird, wie ſie will!— „Peſt, ſolche Opfer bringt man freilich nicht alle Tage.“


