Die Curaracha). 7
Ai que me piqua, Ai que me arana Con sus palilas, La Cucaràcha! Spaniſches Volkslied.
Gegen das Ende des letzten ſpaniſchen Krieges befand ich mich in Chiclana, einem reizenden Dorfe in der Nähe von Cadix, das durch ſeine heilkräftigen Mineralguellen berühmt iſt. Man hatte mir den Gebrauch derſelben zur Heilung einer ziem⸗ lich gefährlichen Wunde angerathen und mein vortrefflicher Wirth, Don Andres d'Arhan, der mich wie ein zärtlich beſorg⸗ ter Freund pflegte, machte mich faſt der Undankbarkeit gegen mein Vaterland ſchuldig, denn ich ſchämte mich beinahe, daß ich mich in Andaluſien ſoſglücklich fühlte.
Ein Urtheil übet den Geiſt und das Herz des Don An⸗ dres wird man ſich bilden können, wenn man weiß, daß ich ihn eines Tages im Gefühle meiner Dankbarkeit für ſeine ohl⸗ wollende und väterliche Sorgfalt fragte, was mir die denn eigentlich gewonnen habe. Er antwortete darauf nichts als: „mein Sohn, der in Ihrem Alter iſt, reiſet eben jetzt in Frank⸗ i*
Gewiß verzeiht man mir dieſe ganz perſönlichen Details, wenn man bedenkt, daß das einzige reine und wahre Glück, welches der Schriftſteller vielleicht empfindet, das Vergnügen iſt, den Namen eines Freundes, eine ſeinem Herzen werthe Zeit, eine liebliche Erinnerung in der freilich faſt immer thörichten Hoffnung aufzuzeichnen, daß dieſer Name, dieſe Zeit, dieſe Erin⸗ nerung ihn ſelbſt überleben werden.
¹) Sprich: Cucaratſcha. P


