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„Und ich ſollte denſelben Leiden, wie die meinigen, mein Kind ausgeſetzt laſſen, eine Waiſe, arm, ohne Schutz, dem öffentlichen oder Privat⸗ mitleid überwieſen? Nein, nein, wir werden Beide dieſe Welt verlaſſen, die das arme, theure kleine Geſchöpf nicht anders kennt, als durch die Leiden, die es ſeit ſeiner Geburt zu erdulden hatte. Nein, nein, dieſe Welt ſoll nicht aus ihr ein neues Opfer machen. Ich will es nicht! Ich will es nicht! Sie iſt ſchon allzu unglücklich geweſen!
„Die Nacht bricht an; ich ſehe kaum noch genug, um dieſen Brief zu beendigen.— Sie haben auch eine Tochter, die Sie anbeten, Marie; Sie haben auch viel gelitten: Sie werden mei⸗ nen Entſchluß begreifen!
„Eine letzte Gnade noch! Ich kenne Ihren Muth und Ihre Ergebenheit! Es wäre mir peinlich, mit dem Gedanken zu ſterben, daß mein Körper und der meiner kleinen Tochter roh durch fremde Hände in die Gruft verſenkt werden ſoll⸗ ten. Indem ich Sie bitte, bei uns eine traurige und letzte Pflicht zu erfüllen, ſterbe ich weniger unglücklich, denn ich bin überzeugt, daß Sie
mir die Erfüllung dieſer Bitte nicht verweigern werden. 5
„Die Nacht bricht vollends herein. Leben ewohl; zum letzten Male, leben Sie wohl!


