Teil eines Werkes 
263. Theil, Die Prophezeihung : 6. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
Einzelbild herunterladen

38

bot ſich den Augen des Herrn Commiſſärs, wel⸗ cher ſo Zeuge eines neuen Verbrechens wurde.

Die Frau Duval, welche in einer ſo tiefen Ohnmacht lag, daß man ſie anfangs für todt hielt, war kaum mit einigen Lumpen bekleidet, und lag auf einem elenden Bett, den Leichnam eines Kindes von acht bis neun Monaten feſt in ihre Arme gepreßt. Ein halb ausgebranntes Kohlenbecken, ſo wie die ſorgfältige Verſtopfung aller Ritzen des Fenſters ließen keinen Zweifel über das hier verübte Verbrechen zu: Eine gott⸗ loſe und unnatürliche Mutter, nicht zufrieden, eſetz zu verletzen, indem ſie ihr ſtete, hatte die kalte Grauſam⸗ noch ihr Kind zu tödten! Denn bſtm durch dieſes unſchuldige Ge⸗ theilen laſſen, hieß das nicht, es ermorden?

Bewegung des Abſcheus in dem Audito⸗ rium; alle Blicke richten ſich auf Clémence Du⸗ val, welche noch immer ihr Geſicht an dem Bu⸗ ſen ihrer Mitſchuldigen verborgen hält, und nur mit großer Mühe ihr krampfhaftes Schluchſen unterdrückt.

Die erſte Sorge des Beamten, als er er⸗ kannte, daß die Frau Duval noch athmete fuhr der Greffier fort war, einen Arzt holen zu laſſen, um ſich zu überzeugen, ob keine Hoff⸗ nung bleibe, ſie zu retten. Das ungluckliche Kind