Teil eines Werkes 
263. Theil, Die Prophezeihung : 6. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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betrieben hatte, war ſie in Folge der ſchlechten Geſchäfte ihres Mannes, der ſpäter von Wahn⸗ ſinn befallen wurde, in eine dem Elend nahe Lage gekommen. Sie war niemals Kammerfrau ge⸗ weſen, doch ihre Milchſchweſter bürgte für ihre Moralität, ihre Rechtſchaffenheit und beſonders für ihren Eifer, die Pflichten eines Standes zu erfüllen, der ſie und ihre kleine, zehnjährige Toch⸗ ter der Noth entriß. Frau von Beaupertuis gab dem Mitleid ſowie dem Wunſche nach, ihrer ehe⸗ maligen Kammerfrau, die ſie nur zu loben gehabt hatte, gefällig zu ſein, und nahm die Marie Fau⸗ veau in ihren Dienſt. Die Frau Herzogin war bald ſo zufrieden mit dem Eifer, der Sanftmuth und der Thätigkeit ihrer neuen Kammerfrau, daß der Gehalt derſelben ſchon nach einem Monat verdoppelt wurde, und daß ſie noch außerdem mehrere Geſchenke von ihrer großmüthigen Ge⸗ bieterin erhielt.

Drei Monat nach dem Eintritte der Marie Fauveau in das Hotel Morſenne verſank die Her⸗ zogin von Beaupertuis, die ſich bisher einer vor⸗ trefflichen Geſundheit erfreut hatte, allmählig, und ohne eine bekannte Urſache in eine Art von Mattigkeit, die ſich bald in einen krankhaften, im⸗ mer beunruhigenderen Zuſtand verwandelte. Die erſten Aerzte der Facultät von Paris wurden zu der Frau Herzogin berufen, doch ungeachtet ihrer Die Prophezeihung. V. 5