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— Die Saiſon iſt ſehr belebt; es ſind aller⸗ liebſte Frauen hier, man ſpielt ein Höllenſpiel, und der Koch dieſes Hotels iſt vortrefflich. Mei⸗ ner Treu, dabei läßt es ſich leben.
— Sehr gut!— Und Liebesſcandale? Es
giebt deren, wie ich hoffe?
— Nicht ſonderlich, Dank ſei es einer Teu⸗ felin von einer polniſchen Gräfin, die alle Köpfe verdreht.
— Und inwiefern ſchadet das dem Scandal? Ich ſollte glauben, daß das im Gegentheil—
— Keineswegs: die Männer beſchäftigen ſich nur mit der Gräfin, obgleich auch noch an⸗ dere ſehr angenehme Frauen hier ſind, ſo daß, wie Du begreifſt, dieſe verdammte Frau alle Scandal⸗ ſucher anzieht, abſorbirt, und es folglich ſehr we⸗ nig Abenteuer giebt.
— Und iſt dieſe Gräfin denn ſehr ver⸗
führeriſch? — Allerliebſt, und Geiſt hat ſie, wie der Satan. Sie iſt die Mätreſſe des Baron von Her⸗ der geweſen, des Vertrauten vom Fürſten Metter⸗ nich. Sie hat ſich ſelbſt, wie man ſagt, ſehr ſtark in alle diplomatiſche Intriguen gemiſcht.
— Und ihr Mann?
— Mein Lieber, dieſe polniſchen Gräfinnen haben immer einen Mann— auf Reiſen; das
iſt ihr Stand.


