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ſten Morgen zu erhalten, vielleicht ſogar noch vor⸗ her. Dank dem Schlüſſel der kleinen geheimen Thür, glaubte ich von Ihnen einige Erklärungen erwarten zu dürfen. Ich habe nicht die Ehre ge⸗ habt, Sie jenen Abend noch zu ſehen.
Zweites Geheimniß.— Am Tage nach unſerem geſtörten Abend kömmt, ſchon um acht Uhr Morgens, meine Couſine zu mir, die Mar⸗ quiſe von— Nein, ich irre mich„Madame Bo⸗ naquet. Sie war ſchon den Tag vorher da ge⸗ weſen, um mit mir von einer ſehr wichtigen Sache zu ſprechen, und hatte mich bitten laſſen, am näch⸗ ſten Morgen zu Haus zu bleiben.
Ich habe Madame Bonaquet mit lebhaftem Vergnügen wieder geſehen. Ehe ich Sie kannte und liebte(Verzeihung wegen des Wortes„das vielleicht ein wenig platoniſch iſt)„betrachtete ich meine Couſine als Thörin, entehrend für unſer Haus. Hatte Sie nicht die unerhörte Kühnheit gehabt, in allen Ehren den ausgezeichneten Mann zu heirathen, den ſie anbetete? Ich weiß nicht, weshalb, doch ich fühle jetzt für ſie eine eigenthüm⸗ liche Verehrung.
Ich nahm daher meine Couſine ſehr freund⸗ lich auf. Sie ſchien verlegen zu ſein, gerührt, doch ſehr wohlwollend; endlich, von dem Unter⸗ ſchiede des Alters Gebrauch machend, ſo wie von der beinahe mütterlichen Zärtlichkeit, welche ſie


