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Morſenne, die Gerechtigkeit müſſen wir ihm wie⸗ derfahren laſſen, wußte nichts von dieſer neuen Unwürdigkeit. Der rechtſchaffene Diener hatte ſich nach dem Parfümerieladen begeben, wo Joſeph, nach einer ruhigen Nacht, und erfüllt von den freudigſten Hoffnungen, einen Brief des Doctor Bonaquet oder ihn ſelbſt erwartete. Herr Loiſeau, der mit der Erklärung des Fiackers verſehen war, die durch die Ausſagen des Mädchens, das den Wagen geholt hatte, ergänzt wurde, überzeugte Herrn Fauveau nur allzuleicht von der vorgeb⸗ lichen Untreue ſeiner Frau. Kaum hatte er, eine Beute wahnſinniger Wuth, den Laden verlaſſen, um ſich zu Maries Eltern zu begeben, als der folgende Brief von Hieronimus Bonaquet über⸗ bracht wurde: Mein guter Joſeph!
— Ein eben ſo unerwartetes als ſchmerz⸗ liches Ereigniß zwingt mich, augenblicklich mit meiner Frau abzureiſen. Meine Reiſe wird höch⸗ ſtens fünf bis ſechs Tage dauern. Ich beſchwöre Dich, meine Rückkehr abzuwarten, ohne Deine arme thure Marie wiederzuſehen. Dieſe Tren⸗ nung wird Dir ohne Zweifel peinlich ſein, aber ſie wird für Dich eine heilſame Wirkung haben,
wenn Du, wie ich überzeugt bin, nach meinen
Rathſchlägen, und treu Deinen Verſprechungen, auf verhängnißvolle Betäubungen verzichteſt und


