er blieb einige Minuten ohne ein Wort zu ſpre⸗ chen, dann rief er voll Abſcheu aus:
— Aber das iſt eine Natter, die ich in mein Haus zog! Er muß meine Schlöſſer geſprengt haben!— Ein ſolcher Mißbrauch des Ver⸗ trauens.—
— Mißbrauch des Vertrauens! Die Aeu⸗ ßerung iſt allerliebſt,— entgegnete Ducormier lächelnd;— Sie erinnert mich daran, daß Ihr ehrenwerther Freund, der Herr Geſandte Frank⸗ reichs in London, mich zu den Mißbräuchen des Vertrauens zugeſtutzt hat, die er im Verein mit Ihnen practizirte, Sie wiſſen doch bei jener In⸗ trigue, deren Hauptagent ich war, und durch
welche das Miniſterium geſtürzt wurde, das
Ihnen ſo ſehr mißfiel?— Ich will Ihnen ſelbſt geſtehen, daß ich bei der Abrahmung Ihrer Papiere jenen Brief meines chemaligen Patrons gefunden habe, in welchem er Ihnen ſagte, daß Herr Ducormier, obgleich er gut und zu Allem bereit wäre, nie etwas Anderes werden könnte, als eine Art von Figaro der guten Geſelſſchaft, da er den Uebelſtand gegen ſich hätte, der Sohn eines Kleinkrämers zu ſein.— Mir liegt daran,
Dank Ihnen, mein armer Prinz, dieſe Prophe⸗ zeihung zu widerlegen: Ich werde, wie ſo viele Andere ein offiziell geachteter, achtungswerther und beſonders, ein gut bezahlter Figaro ſein.—


