hüter, ohne mich irgend wie auszuſprechen, daß er zu Fräulein Duval hinaufgegangen ſei, die ihn alle Tage bei ſich ſähe.— Herrn Ducor⸗ mier? ſagte die junge Frau mit Beſorgniß, das arme Kind empfängt den täglichen Beſuch eines ſo gefährlichen Menſchen? Ach! jetzt begreife ich Ihre Befürchtungen.— Ich hatte die Geduld zu beobachten und auf die Rückkehr Anatoles zu warten, welcher mich Dank der Dunkelheit der Kacht nicht bemerkte; er war ungefähr drei Stun⸗ den bei ihr geblieben.— Dies arme Kind! ſo rechtſchaffen, ſo vertrauend, ſich ſelbſt überlaſſen ohne Stütze, ohne Rath, ohne Aufſicht! Ach! ſie iſt in Gefahr, mein Freund, in der größten Gefahr!— Noch denſelben Abend nach meiner Nachhauſekunft ſchrieb ich Clementinen einen ein— dringlichen Brief, berief mich auf meine Freund⸗ ſchaft zu ihrer Mutter und die Sorgfalt, welche ich derſelben gewidmet hatte, indem ich ſie um eine Unterredung für den nächſten Tag bat.— Und dieſer Brief?— Blieb unbeantwortet. Mehr und mehr erſchreckt, und da ich das unglückliche Kind durchaus ſprechen wollte, ging ich vor drei Tagen zu ihr; das Mädchen machte mir auf, und trotz ſeiner wiederholten Verſicherungen, daß ihr Fräulein ausgegangen ſei, drang ich in das Zimmer und fand Clementinen Duval in dem nal. Als ſie mich erblickte, ſtand ſie über
Teil eines Werkes
261. Theil, Die Prophezeihung : 4. Bändchen (1851) La bonne aventure
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