konnte, während ſie mit gefalteten Händen und mit der ſchmerzlichſten unausſprechlichſten Ban⸗ gigkeit in ihren ſchönen Zügen ſagte:
— Mein Herr... kaum traue ich meinen Ohren. ich mich geirrt. oder han⸗ delt es ſich— Um Ihren Herrm Vater, mein Fräulein.— Meinen Vater! rief Clemen⸗ tine aus.
Dieſer Ausruf war ſo lebhaft und ſo unwill— kürlich, daß der Ton der Stimme durch die halb offene Thür des Schlafgemachs Madame Duval zu Ohren drang; die Kranke rief daher mit ängſt⸗ licher Stimme:
— Mein Gott! Clementine! was giebt es? Komm zu mir.
Hierauf trat eine tiefe Stille ein, während welcher Anatole Clementine zuflüſterte:
— Ich beſchwöre Sie, mein Fräulein, ſeien Sie vorſichtig! So unbeſtimmt und ungewiß die Nachricht iſt, welche ich Ihnen mitzutheilen habe, ſo darf man dieſelbe doch Ihrer Frau Mutter nur mit der größten Behutſamkeit ankündigen.— Clementine, begann Madame Duval lauter wie⸗ der, Du antworteſt mir nicht! Mein Gott, was iſt denn vorgefallen... Hörſt Du mich, mein Kind?
Das junge Mädchen lief in die Kammer ſei⸗ ner Mutter; die beiden wechſelten einige


