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der Anblick ſeiner Frau nicht zu erheitern ver⸗ mochte, wie hat denn Herr Anatole erfahren, was ich außer der Mutter Niemandem mitgetheilt habe?
Joſeph erzählte ſeiner Frau in wenigen Wor⸗ ten wieder, was ihm Anatole ſoeben mitgetheilt hatte.
Marie hörte dieſe Erzählung mit ebenſo großem Erſtaunen als Ekel an; dann hatte ſie denſelben Ge⸗ danken wie Joſeph zuvor und rief, indem ſie Ana⸗ tole halb mit Scheu, halb mit Widerwillen an⸗ blickte, unwillkürlich aus:— Ach! mein Herr, der Fürſt muß doch eine ſehr üble Meinung von Ihnen haben, daß er es wagte, Ihnen eine ſolche Nichtswürdigkeit anzutragen?— Ach! Madame, hat er denn Ihrer etwa mehr geſchont als mei⸗ ner? Mein Gott! Sie, die Rechtſchaffenheit, der Zartſinn, die Würde ſelbſt! ſagen Sie doch, Ma⸗ dame? Hat Sie Ihre herrliche zärkliche Liebe für Joſeph, Ihre fromme Anhänglichkeit an Ihre Mut⸗ ter, Ihre aufopfernde Hingebung für Ihr Kind, ha⸗ ben alle dieſe Tugenden, durch welche Sie Jo⸗ ſeph beglücken, Sie zu ſchützen vermocht? haben dieſelben einen Nichtswürdigen zurückhalten kön⸗ nen, Sie durch ſeine Anerbietungen in Verſuchung zu führen, kurz, Sie gerade wie mich fähig zu halten, auf einen ſchimpflichen Antrag einzugehn? — Das iſt wahr, Herr Anatole, antwortete
Die Prophezeihung. 1V. 3 6


