— Ich habe Ihnen geſagt, gnädige Frau, daß...— Ja, Sie haben mir geſagt, daß ich freche Zudringlichkeit oder alberne Anbetung von Ihnen fuͤrchtete; geſtehn Sie es aber, Sie haben eine andere Vermuthung über den Grund, wes⸗ halb ich Ihre Entfernung wünſche?— Darf ich eine Gegenfrage thun, gnädige Frau?— Es ſei! — Darf ich auch dieſelbe Aufrichtigkeit von Ihnen erwarten?— Auch das!— Hat nicht, gnädige Frau, der Vorfall von geſtern Abend zwiſchen Doctor Bonaquet und einigen Ihrer Angehörigen einen beſonderen Einfluß auf Ihren Wunſch aus⸗ geübt, mich dies Haus verlaſſen zu ſehn?
Die junge Frau fuhr zuſammen, erröthete und antwortete von Ducormier's Scharfſinn in Verwirrung geſetzt:
— Ja, es iſt an dem, mein Herr.— Ha⸗ ben Sie nicht auch, gnädige Frau, beim Anblick des beſonnenen, unerſchrockenen und würdigen Auftretens von Herrn Bonaquet und ſeiner Frau vielleicht zum erſtenmal in Ihrem Leben begriffen, wie eine hochgeborene Dame ſich durch die Liebe zu einem Manne ohne Namen nicht erniedrigt, ſondern ſogar zu erheben vermag, ſobald dieſer Mann nur einer ſolchen Liebe würdig iſt?— Es iſt wahr, mein Herr.— Jetzt könnte ich leichter Ihre letzte Frage beantworten, gnädige Frau wenn— Wenn?...— Wenn Sie im


