.— 103—
Nach dieſem neuen Bericht verdoppelte ſich die Aufregung.
— Wir müſſen alle auf einmal das Hotel Morſenne verlaſſen!— Nein, das wäre zu ſtark! — Man muß dieſer Schamloſen den Rücken zu⸗ kehren, wenn ſie uns anzureden wagt!— Und aufſtehn, wenn ſie ſich unterſteht, neben uns Platz zu nehmen!— Was ihren Arzt anlangt, ſo wird man demſelben andeuten, daß er hier 5 nichts zu ſuchen hat!— Es iſt rein um den Verſtand zu verlieren! rief die Fürſtin aus. Sie können jeden Augenblick eintreten. Herr von Saint⸗Merty, helfen Sie mir doch! rathen Sie mir doch! Was ſoll ich thun? Mein Gott, mein Gott, ich bin ganz betäubt!— Das Einfachſte iſt, daß Sie dieſen Herrn durch Ihre Leute hinaus⸗ werfen laſſen, liebe Fürſtin, ſagte der Ritter keck, indem er ſich ſtolz in die Bruſt warf und mit der Hand durch ſein ſpärliches Haar fuhr, 3 welches algeriſches Waſſer oder jeder andere Fär⸗
beſtoff ſchwarz wie Ebenholz erſcheinen ließ.— Das iſt klar; man braucht den Wicht nur hinaus⸗
ſchmeißen zu laſſen! wiederholten mehrere Stim⸗ men.— Es ſei denn, daß ihnen die Fürſtin an⸗ S deuten ließe, ihre Wohnung ſofort zu verlaſſen.— In der That, das wäre vielleicht würdiger.— Würdiger! Gehn Sie doch! Kann einer ſolchen Schamloſigkeit gegenüber noch von würdiger Be⸗


