Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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keit, mich ihnen nothwendig zu machen, vor Nichts zurückſchrack, bald ihrem niedrigen und eiferſüchti⸗ gen Ehrgeiz dienend, bald mich zum Werkzeuge ihrer geheimen Diplomatie hergebend, wo ſich Käuflichkeit und Schande den Preis ſtreitig ma⸗ chen, übernahm ich ohne Erröthen jene Beſte⸗ chungsgeſchäfte, die man ſtets verleugnet, denn ſie entehren den Beſtechenden ebenſo ſehr als den Be⸗ ſtochenen! die Schmach des einen kommt der des an⸗ deren gleich! Du? mein Gott! Du haſt ein ſo ſchimpfliches Gewerbe getrieben? Und das iſt noch nicht Alles; die Entwürdigung des Gei⸗ ſtes führte zur Entwürdigung des Herzens. Ach! Jerome, laß Dich durch dieſe Geſtändniſſe nicht entſetzen, vielmehr beruhigen. Ich würde meine Vergangenheit nicht ſo vor Dir enthüllen, wenn ich nicht auf immer mit derſelben brechen wollte. Oh! ich glaube Dir, ich glaube Dir! Nun wohl! ja, Jerome, Du ſagteſt die Wahr⸗ heit. Ich wurde ein Böſewicht, ein Böſewicht bei kalter Ueberlegung. Siehe, geſtern war ich aus Langeweile auf den Opernbalkgegangen. Der Zufall führte mir eine junge Frau, eine Herzo⸗ gin, zu. Ich weiß nicht, wie ſie ein Auge auf mich geworfen hatte; weil ſie indeß das Weſen eines wohlerzogenen Mannes an mir bemerkt, geſtand ſie mir mit ihrer rückhaltloſen Unverſchämt⸗ heit, wie ſie keinen Augenblick gezweifelt hätte,

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