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wohl aber Du.— Jerome...— Der Zu⸗ ſtand Deines Gemüths entſetzt mich.— Geh, Du ſcherzeſt wohl?— Du biſt von Haß und Rache erfüllt!— Laß doch! wenn ich Dich nur wie ehemals liebe, mein guter Jerome!— Nein, Du kannſt mich gar nicht mehr wie ehemals lie⸗ ben. Man liebt mit dem Herzen; das Deine, ſonſt freundlich und gut, iſt jetzt voll Gift und Galle; welcher Platz für zärtlicht Gefühle kann darin bleiben? Anatole, ſieh Dich vor! Du ſtehſt † an einem entſetzlichen Abhange! Glauben, daß man unverdient leide, heißt faſt ſchon fremdes Leiden als eine gerechte Ausgleichung anſehn; und Du haſt die abſcheulichen Worte ausgeſprochen: Eines Tages wird der Märtyrer Henker † werden!— Ich habe es geſagt, erwiderte Ana⸗ tole, deſſen ſchöne Geſichtszüge ſich von Neuem verzerrten, ja, ich habe es geſagt, und ich wieder⸗ hole es.— Geh, Du haſt alle ſittlichen Grund⸗ ſätze verloren! rief Jerome mit Entrüſtung aus. Stolz und Neid haben Dich von Grund aus ver⸗ derbt.— Mich?— Ja, denn Du entrüſteſt Dich über eingebildete Ungerechtigkeiten! ja, denn Du biſt ſo tief herabgeſunken, daß Du lieber ſchimpf⸗ liche Demüthigüng erträgſt, ehe Du einen Kreis wecläßt, den Du verabſcheueſt, deſſen falſcher Glanz Dich aber berauſcht. Noch einmal, Ana⸗ tole, hüte Dich, hüte Dich! Ich ſage es Dir, auf


