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Ich weiß nicht, antwortete der Arzt kopfſchüt⸗ telnd, ich hoffe, daß die alte Liebe noch lebt.. um meinet⸗. und vor allem um Deinetwillen.
— Jerome. Zweifel?.. Ach! das iſt ungerecht!— Möchte Dein Herz unverän⸗ dert geblieben ſein! möchte dieſe elende Ettelkeit die angeborene Güte Deines Gemüths nicht ver⸗ letzt haben... dieſe gehäſſige Citelkeit, dies un⸗ ſinnige Begehren, einer Welt anzugehören, wel⸗ cher Du doch einmal nie angehören kannſt, nie angehören wirſt... Du magſt thun, was Du willſt... es mag geſchehn, was immer geſchehn kann— Wie... auch Du! entgegnete Anatole mit Ungeduld und Erbitterung, überall dieſe unverſchämten Standesunterſchiede. Him⸗ mel, bin ich etwa nicht ſo gut als dieſe Leute?— Allerdings magſt Du Dich ihnen zur Seite ſtel⸗ len. Wenige vereinigen wie Du alle natürlichen Vorzüge, Geiſt, Wiſſen, Schönheit, Jugend, Muth, es geht Dir gar nichts ab, es ſei denn das, was jene Leute Geburt nennen. doch, was läßt ſich da thun? Keine menſchliche Macht kann es zu Wege bringen, daß ein Herr Ducor⸗ mier die Kreuzzüge mitgemacht.. Aber, Ana⸗ tole, ich ſchäme mich, Dir ſolche Vorſtellungen machen zu müſſen. Wie! genügt Dir nicht das Leben in einer Geſellſchaft, wo Jeder nach ſeinem Verdienſt geachtet wird? Iſt die Ariſtokratie des


